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Ein Jahr später: Kein Amazon-Effekt in der Lebensmittelabteilung (©Getty Images).
Studie zum stationären Handel
09.10.2018

Ein Jahr nach Markteintritt von Amazon Fresh bleibt der stationäre Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in Deutschland klar führend, wie eine neue Studie der HSH Nordbank zeigt.

 

Die Aufregung im deutschen Einzelhandel war groß, als der globale eCommerce-Gigant Amazon vor einem Jahr ankündigte, mit seiner Marke Amazon Fresh den Markt aufwirbeln zu wollen. Zwölf Monate später ist von der damaligen Aufbruchsstimmung nur noch wenig zu spüren: Wie eine neue Studie der HSH Nordbank zum stationären Einzelhandel zeigt, liegt die Onlinequote in der Branche bei gerade einmal ein Prozent.

Auch mittelfristig wird das Frischsortiment für den LEH von zentraler Bedeutung bleiben; die Erfolgsaussichten für den Onlinehandel in diesem spezifischen Bereich werden in der Studie aber eher gering eingeschätzt. Das hängt sowohl mit dem erheblichen logistischen Aufwand zusammen, der beim Transport und Verkauf von frischen Lebensmittel erforderlich ist, sowie mit den Gewohnheiten der Kunden, die frische Ware gerne selber aussuchen und prüfen.

Blick auf europäische Märkte Frankreich und Großbritannien

Die Studie „Frische macht den Unterschied – kann der Handel liefern?“, die gemeinsam mit dem EHI Retail Institut erstellt wurde, vergleicht auch die Wettbewerber im LEH und legt dar, welche Geschäftsmodelle in Gefahr sind und welche im Onlinehandel funktionieren können. Darüber hinaus werden die Strukturen der wesentlich größeren E-Food-Märkte in Großbritannien und Frankreich unter die Lupe genommen, um Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung des deutschen Marktes zu gewinnen.

Die aktuelle Studie der HSH Nordbank und weitere Informationen zum Lebensmitteleinzelhandel lesen Sie hier.