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Das Schreckgespenst Rezession könnte in den USA 2020 Realität werden (© Getty Images)
Zinsstruktur
05.09.2018

Die Zinsstruktur in den USA hat sich bis auf 20 Basispunkte verflacht. Damit ist man nicht mehr weit von einer inversen Zinsstruktur entfernt. In der Vergangenheit war dies ein erstaunlich zuverlässiges Signal für eine nahende Rezession. Ist es also wieder soweit? Wie verhält sich die Fed in diesem Umfeld? Und was bedeutet dies für die Eurozone?

In den USA ist eine Verflachung der Zinsstruktur zu beobachten, die zuletzt mit 20 Basispunkten einen Tiefststand erreicht hat. In der Vergangenheit war die Inversion der Zinsstruktur ein recht zuverlässiger Frühindikator für das Auftreten einer Rezession in zwölf bis 24 Monaten. Führt die Fed ihren Kurs gradueller Zinsanhebungen fort – wonach es derzeit aussieht –, könnte die US-Zinsstruktur zum Jahresende invertieren. Nach dem Muster der vergangenen Jahrzehnte wäre damit eine Rezession in den USA 2020 wahrscheinlich.

Die US-Zinsstruktur zu verschiedenen Zeitpunkten

©HSH Nordbank Economics, Macrobond

Die HSH Nordbank rechnet für diesen Fall aber nur mit einer kurzfristig schrumpfenden Wirtschaftsleistung. Auch in der Eurozone hat die Inversion der Zinsstruktur – gemessen an den Bundesanleihen als Benchmark – Signalwirkung für eine nahende Rezession. Allerdings ist die Situation hierzulande eine ganz andere, da angesichts eines wohl erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 startenden Zinsanhebungskurses der EZB zunächst keine Inversion der Zinsstruktur droht. Der Konjunkturzyklus der Eurozone liegt hinter dem der USA zurück, allerdings dürfen die aus den USA kommenden zinspolitischen Impulse nicht komplett ignoriert werden. Mit der wahrscheinlich späteren Inversion der Zinsstruktur ist eine Rezession in der Eurozone deutlich in die Zukunft verschoben.

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