SUCHE

Der US-Dollar legt die vierte Woche in Folge weiter zu (© Getty Images)
Devisenmärkte
18.05.2018

EUR bleibt im Sinkflug. EUR/USD zwischenzeitig unter 1,18. USD/JPY festigt sich oberhalb der 110. Löhne und Brexit-News stützen GBP. Die Devisenmärkte im Wochenrückblick. 

EUR/USD: Das Leitwährungspaar notiert gegenwärtig bei 1,1803 und verliert somit 0,5 Prozent zur Vorwoche. Der US-Dollar kann auch die vierte Woche in Folge zulegen. Seit Mitte April hat der Euro gegenüber dem Greenback fast fünf Prozent verloren und bleibt in der kurzen Frist weiter unter Druck. In der Eurozone ist eine konjunkturelle Abschwächung und wenig Preisauftrieb wahrnehmbar. Unter anderem signalisieren dies die deutschen BIP-Zahlen für das erste Quartal (0,3 Prozent QoQ) sowie die finale CPI-Inflation der Eurozone, welche im April 1,2 Prozent YoY betrug. Auch die unübersichtliche politische Lage in Italien wirkt sich negativ auf den Euro aus. Jedoch scheint die Bodenbildung im Währungspaar mittlerweile erreicht. Bis zur EZB-Sitzung im Juni (14.06.) erwarten wir, dass das Währungspaar im Bereich der 1,18 oszilliert, ehe die EZB Ankündigungen zum Ausstieg aus QE höhere Euro-Kurse bewirken. Hinweise auf einen Fed-Zinsschritt im Juni könnte zudem das Sitzungsprotokoll zur April Sitzung (23.05.) beinhalten und den US-Dollar so unterstützen.

EUR/GBP: Der Euro notiert gegenwärtig bei 0,8723 britischen Pfund und somit leicht schwächer als in der Vorwoche (-0,3 Prozent). Hinter dem Währungspaar EUR/GBP liegt eine ereignisreiche Woche. Zunächst hielt wie allgemein antizipiert die BoE bei ihrer Zinssitzung (10.05.) die Füße still. EUR/GBP festigte sich an den folgenden Handelstagen oberhalb der 0,88, gab seine Gewinne jedoch nach Veröffentlichung der britischen Lohnzuwächse wieder ab. Die durchschnittlichen Lohnzuwächse (ohne Bonuszahlungen) der rollierenden drei Monate lagen im März bei 2,9 Prozent, was von den Marktteilnehmern mit Erleichterung aufgenommen wurde. Die Veröffentlichung der CPI-Inflation (23.05.) sowie der Inflations-Report der BoE (24.05.) könnten dem Pfund zudem in der kurzen Frist weitere Unterstützung geben und EUR/GBP im Bereich 0,87 stabilisieren.

USD/JPY: Der US-Dollar konnte gegenüber dem Yen weiter zulegen (+0,5 Prozent). USD/JPY überschritt nach Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze zum ersten Mal seit Februar die Marke von 110. Insgesamt fällt eine hohe Korrelation des Währungspaars mit dem breit gefassten Dollar-Index auf. Insoweit dient USD/JPY als Gradmesser der Dollar-Stärke. Unterstützung erhielt der US-Dollar auch von den japanischen Fundamentaldaten. Die vorläufige BIP-Schätzung im ersten Quartal 2018 enttäuschte mit einer Rate von -0,2 Prozent QoQ. Da die Industrieproduktion jedoch weiter expandiert (2,4 Prozent YoY im März), könnte die schwächere wirtschaftliche Aktivität nur eine Momentaufnahme sein. Bleiben die japanischen Stimmungsindikatoren in der kommenden Woche (u.a. Nikkei PMI am 23.05.) auf ihren hohen Niveaus, könnte der Yen zumindest leicht profitieren. Insgesamt sollte das bullishe US-Dollar-Sentiment den Wechselkurs jedoch dominieren.