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Zu den Boombranchen zählt der Onlinehandel (© Getty Images)
Finanzmarkttrends: Update
02.02.2018

Die Weltwirtschaft startet gut ins Jahr 2018. Der Ausstieg der EZB aus QE könnte möglicherweise früher als bisher erwartet erfolgen.  Die Erwartungen einer Korrektur der Aktienmärkte nehmen zu.

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr sogar noch etwas rascher wachsen als im Jahr 2017. Hieran haben die USA einen wichtigen Anteil, wo die Steuerreform kurzfristig einen positiven Impuls für die Ökonomie liefert. Das freundliche Konjunkturumfeld hat sich bislang nur verhalten in den Inflationsraten niedergeschlagen. Die Teuerungsrate dürfte insbesondere in den USA, aber auch in der Eurozone im Jahresverlaufe etwas steigen. Insofern ist es nicht überraschend, dass nunmehr auch die Europäische Zentralbank eine geldpolitische Wende einzuleiten scheint. Zumindest hat sie den Märkten signalisiert, dass das Anleiheankaufprogramm ab September 2018 beendet werden könnte. Jerome Powell wird ab Anfang Februar das Fed-Präsidentenamt von Janet Yellen übernehmen und ihre Linie vor-sichtiger Leitzinserhöhungen (wir erwarten drei in diesem Jahr) fortführen. Bemerkenswert ist, dass endlich auch die langfristigen Renditen dies- und jenseits des Atlantiks auf das außerordentlich gute wirtschaftliche Umfeld reagiert haben. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen sind auf über 2,70 % gestiegen (höchster Stand seit Mitte 2014), die Pendants aus Deutschland auf über 0,70 %. Dieses Niveau war zuletzt Mitte 2015 zu sehen. Wir gehen von weiter steigenden Renditen aus.

Die höheren Zinsen führten zuletzt zu einer gewissen Nervosität an den Aktienbörsen. Im Verlauf der vergangenen Wochen erreichten die amerikanischen Börsen aber zunächst immer wieder neue Rekordstände. Nicht ganz so euphorisch war die Stimmung an den europäischen Handelsplätzen. Hier machte sich der stärkere Euro bemerkbar. Für den Dax sehen wir et-was Aufwärtspotenzial im laufenden Jahr, an den amerikanischen Börsen erscheinen uns die Bewertungen etwas zu ehrgeizig.

Der Euro hat zuletzt kräftig aufgewertet, bedingt durch eine etwas „hawkishere“ Europäische Zentralbank, eine Dollar-schwächende Rhetorik von der Trump-Administration und gute Wachstumszahlen aus der Eurozone. Über das Gesamtjahr erwarten wir eine Seitwärtsbewegung auf dem nunmehr höheren Bewertungsniveau.

Die Ölpreise sind im Januar gestiegen, das schwarze Gold dürfte sich allerdings nur temporär verteuert haben, u.a. da die US-Ölindustrie mit einer höheren Förderung zu reagieren beginnt.

Lesen Sie mehr dazu in unseren Finanzmarkttrends vom 02. Februar 2018 in dem nachstehenden pdf.