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Gute Stimmung in der Baubranche dringt nicht zu den Anleihemärkten durch (© Getty Images)
Rentenmärkte
17.11.2017

„Nahende Fed-Zinsanhebung im Dezember führt zu flacherer Zinskurve“, prognostiziert Marius Schad.

Die zurückliegende Berichtswoche mit vielen neuen Erkenntnissen zur Konjunktur und Wirtschaftsentwicklung machte sich an den globalen Anleihemärkten kaum bemerkbar. Die US-amerikanischen und deutschen Rendite-Benchmarks laufen weiterhin seitwärts und lassen eindeutige Signale auf die Robustheit des konjunkturellen Hochs vermissen. Zehnjährige US-Renditen notieren nach einem kurzzeitigen Überschreiten der 2,40 %-Marke wieder bei 2,35 %, deutsche Bunds rentieren mit 0,39 % nahezu unverändert zur Vorwoche. Und dass, obwohl die die jüngsten Wirtschaftsdaten der Renditeentwicklung eigentlich zum Durchbruch hätten verhelfen sollen. Die Weltkonjunktur marschiert momentan mit Volldampf voraus, allen voran der Welthandel. Deutschlands Handelsbilanzüberschuss hat sich im September auf 25,4 Mrd. Euro erhöht. Das deutsche BIP expandierte im dritten Quartal nach vorläufiger Schätzung mit 2,3 % YoY. Jedoch werden die konjunkturelle Hochstimmung und die Rekordstände in den Business-Surveys (z.B. Ifo und ZEW) am Rentenmarkt nicht reflektiert. Deutsche Renditen dümpeln uninspiriert auf Vorwochenniveau. Nach Veröffentlichung der guten Wirtschaftsdaten korrigierten die Bund-Renditen von einem Wochenhoch bei 0,43 % sogar nach unten. Auch eine Bestätigung der BIP-Wachstumszahlen für Deutschland bei deren endgültiger Schätzung (23.11.) wird die Renditen offenbar nicht zur Entfaltung bringen. Die zurückliegende Berichtswoche mit vielen neuen Erkenntnissen zur Konjunktur und Wirtschaftsentwicklung machte sich an den globalen Anleihemärkten kaum bemerkbar. Die US-amerikanischen und deutschen Rendite-Benchmarks laufen weiterhin seitwärts und lassen eindeutige Signale auf die Robustheit des konjunkturellen Hochs vermissen. Zehnjährige US-Renditen notieren nach einem kurzzeitigen Überschreiten der 2,40 %-Marke wieder bei 2,35 %, deutsche Bunds rentieren mit 0,39 % nahezu unverändert zur Vorwoche. Und dass, obwohl die die jüngsten Wirtschaftsdaten der Renditeentwicklung eigentlich zum Durchbruch hätten verhelfen sollen. Die Weltkonjunktur marschiert momentan mit Volldampf voraus, allen voran der Welthandel. Deutschlands Handelsbilanzüberschuss hat sich im September auf 25,4 Mrd. Euro erhöht. Das deutsche BIP expandierte im dritten Quartal nach vorläufiger Schätzung mit 2,3 % YoY. Jedoch werden die konjunkturelle Hochstimmung und die Rekordstände in den Business-Surveys (z.B. Ifo und ZEW) am Rentenmarkt nicht reflektiert. Deutsche Renditen dümpeln uninspiriert auf Vorwochenniveau. Nach Veröffentlichung der guten Wirtschaftsdaten korrigierten die Bund-Renditen von einem Wochenhoch bei 0,43 % sogar nach unten. Auch eine Bestätigung der BIP-Wachstumszahlen für Deutschland bei deren endgültiger Schätzung (23.11.) wird die Renditen offenbar nicht zur Entfaltung bringen.

Die langfristigen US-Renditen kamen ebenfalls nicht in Bewegung. Dabei spiegeln die jüngsten Inflationszahlen (Verbraucherpreise) im Oktober mit 2,0 % YoY durchaus eine dynamische Preisentwicklung wider. Jedoch bleibt die Entwicklung bei der PCE-Kernrate enttäuschend, insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Beschäftigungsstands und des robusten Wirtschaftswachstums. Indes deutet der 10-2-Treasury-Spread, also die Differenz zwischen zehn- und zweijährigen US-Renditen, auf eine nahende Fed-Zinserhöhung im Dezember hin. Zwar halbierte sich im Vergleich zum Jahresstart der Renditespread zwischen den zehn- und zweijährigen Treasuries von 125 auf gegenwärtig 65 Basispunkte, jedoch vor allem aufgrund des Renditeanstiegs im zweijährigen Bereich. Im Vergleich zwischen zehn- und fünfjährigen Treasuries ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Auch strukturelle Gründe haben einen Ausschlag gegeben, z.B. die geringe Neuemissionsaktivität bei langfristigen Treasuries im Vergleich zu den kurzfristigen T-Bills.

In der kommenden Berichtswoche hat die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zur Fed-Sitzung im November (22.11.) das Potential zum stärksten Market-Mover im US-Anleihemarkt zu werden. Außerdem sprechen am morgigen Freitag (17.11.) EZB-Präsident Mario Draghi und Bundesbank-Chef Jens Weidmann auf einem Symposium in Frankfurt zur Zukunft der Eurozone.