SUCHE

UP°-Themencheck Energie
04.06.2013

Die Nachfrage nach Erdgas soll bis 2035 jährlich um 1,6 Prozent steigen, prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA). Um dem künftigen Bedarf an dem Energierohstoff zu entsprechen, wird in großen deutschen Häfen der Bau neuer Gastanks geplant.

Tankfrachter im Seehafen Rostock: Ein neues Tanklager für flüssiges Erdgas soll dem künftig steigenden Bedarf entgegenkommen. (Foto: picture alliance / ZB)

Seehafen Rostock: Ein neues Tanklager für flüssiges Erdgas soll dem künftig steigenden Bedarf entgegenkommen. (Foto: picture alliance / ZB)

Im Rostocker Seehafen soll ein neues Tanklager für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) entstehen. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk nach einem Gespräch mit Rostocks Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Wenn alles glatt ginge, könnte die Tankstelle Anfang 2016 den Betrieb aufnehmen. Potenzielle Abnehmer sollen Behördenschiffe oder Schlepper sein. Aber auch Fahrzeuge an Land – wie zum Beispiel Lastwagen oder Busse – könnten künftig flüssiges Gas in Rostock tanken.

Kurzfristiger Anstieg des Gaspreises

Der Preis für Erdgas ist in den vergangenen zwölf Monaten um rund 60 Prozent gestiegen. Mitte Mai 2013 kostet Erdgas knapp vier US-Dollar pro British thermal unit. Diese Maßeinheit legt fest, welche Energie gebraucht wird, damit ein britisches Pfund Wasser um ein Grad Fahrenheit wärmer wird. Durch den Abbau unkonventioneller Reserven, zum Beispiel von Schiefergas oder Kohleflözgas, soll in der Zukunft weltweit mehr Erdgas zur Verfügung stehen.

Grafik Gesamtpotenzial an Erdgas 2011

Gesamtpotenzial an Erdgas 2011: regionale Verteilung (Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)

Vor allem die USA profitiert bereits von neuen Methoden der Gasförderung, so eine Einschätzung aus dem UP°-Themencheck. Das Land werde langfristig vom Energieimporteur zum –exporteur. Für die europäische, gasverarbeitende Industrie könnte der Aufstieg der USA zum Erdgasexporteur allerdings zu einem Wettbewerbsnachteil werden. Mittelfristig sagen die Experten im UP°-Themencheck aufgrund einer erwarteten Marktkonsolidierung steigende Gas-Preise voraus.

Den UP°-Themencheck erhalten Sie auf Anfrage per E-Mail – eine Nachricht an redaktion@unternehmerpositionen.de genügt.