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21.02.2012

„Die Erholung der Weltkonjunktur ist im Jahr 2011 ins Stocken geraten“, überschreibt Prof. Dr. Joachim Scheide vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) seine jüngste volkswirtschaftliche Einschätzung. In den entwickelten Volkswirtschaften sollte die Produktion im Winterhalbjahr 2011/2012 sehr schwach expandieren und danach nur langsam wieder an Fahrt gewinnen.

Auch laut Prognose des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) wird die Weltwirtschaft 2012 insgesamt noch expandieren können. „Die Prognose unterstellt, dass die Schuldenprobleme nicht weiter ausufern, dass die Eurogemeinschaft in der derzeitigen Form erhalten bleibt und dass sich im Verlauf des zweiten Halbjahres 2012 die Märkte beruhigen“, so Prof. Dr. Michael Bräuninger vom HWWI.

Deutschlands Wirtschaftsleistung sollte 2012 im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen – darin sind sich die Experten einig. Der Chefvolkswirt der HSH Nordbank, Dr. Cyrus de la Rubia, rechnet für die Bundesrepublik mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,7 Prozent: „Damit steht Deutschland allerdings besser da als die Eurozone insgesamt“, so de la Rubia. Diesen Trend unterstütze das immer noch robuste Wachstum von China und Lateinamerika.

Das BIP ist die zentrale Kennzahl zur Berechnung der Wirtschaftsleistung eines Landes. Die aktuellen Prognosen von IfW und HWWI sowie die der HSH Nordbank in der Übersicht. 

BIP-Wachstumsraten 2012 nach Ländern und Regionen

(erwartete Veränderung gegenüber 2011 in Prozent)

BIP-Wachstumsraten 2012 nach Ländern und Regionen (erwartete Veränderung gegenüber 2011 in Prozent) Quellen: HSH Nordbank Volkswirtschaft & Research (Stand: Februar 2012); IfW (Stand: Dezember 2011, bestätigt im Januar 2012); HWWI (Stand: Dezember 201

Quellen: HSH Nordbank Volkswirtschaft & Research (Stand: Februar 2012); IfW (Stand: Dezember 2011, bestätigt im Januar 2012); HWWI (Stand: Dezember 2011, bestätigt im Januar 2012)