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Wochenbarometer

US-Arbeitsmarkt erneut stark - Marktreaktionen dennoch gedämpft

12.08.2016

US-Jobmotor konnte auch im Juli überzeugen. Geldpolitik bleibt der wichtigste Treiber an den Märkten.

US-Jobmotor konnte auch im Juli überzeugen. Geldpolitik bleibt der wichtigste Treiber an den Märkten.

In einem recht ruhigen Umfeld war in den vergangenen Tagen ein Rückgang der zehnjährigen Bundrenditen zu beobachten, während die Pendants aus den USA nahezu unverändert notieren. Die Hoffnung auf zusätzliche geldpolitische Stimuli durch die Zentralbanken sorgte für eine große Nachfrage durch alle Asset-Klassen hinweg. So haben die Aktienmärkte in Europa einen großen Satz nach oben gemacht, sagt Jan Edelmann, Analyst der HSH Nordbank. Datenseitig bot der am vergangenen Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli die Grundlage für steigende Zinsen.

Am 12. August werden erste BIP-Zahlen für Q2 auf Ebene der Mitgliedsstaaten veröffentlicht. Auch das Wachstum der Eurozone wird in einer zweiten Schätzung bekanntgegeben. Weitere wichtige Datenveröffentlichungen in den nächsten Tagen sind die Zahlen zur Industrieproduktion und zur Preisentwicklung sowie zum Bausektor in den USA.

Fallen diese Daten positiv auf, dürften die Spekulationen auf eine baldige Leitzinsanhebung neue Nahrung erhalten, so Edelmann. In diesem Zusammenhang ist genau auf die Äußerungen der wichtigsten US-Notenbanker zu achten. Allerdings könnten auch die Spekulationen über weitere geldpolitische Maßnahmen der EZB stärker werden, nachdem die Bank of England erste Maßnahmen nach dem EU-Austrittsreferendum angeschoben hat.

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