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26.08.2016

Erwartungen auf Einigung der OPEC-Staaten sind aus der Luft gegriffen.

Jackson Hole: Freie Bahn für Zinserhöhung?

In der Woche der Jackson Hole-Konferenz (25.08. – 27.08.) warten die Märkte auf ein klares Signal von Fed-Chefin Janet Yellen in ihrer Rede am Freitag. Wie schon in den letzten Wochen bewegten sich die zehnjährigen Renditen auf Staatsanleihen in den USA und in Deutschland kaum. Den Beginn der Woche prägte Fed-Vize Stanley Fischer mit der Anmerkung, die Fed sei kurz davor, ihre geldpolitischen Ziele zu erreichen. Wie schon in der letzten Woche Lockhart und Dudley bereitete Fischer Janet Yellen damit den Weg, in dieser Woche in Jackson Hole eine „hawkishe“ Rede zu halten und so Klarheit in Sachen Zinsschritt zu schaffen. Dies realisierten insbesondere die Aktienmärkte am Mittwoch und Donnerstag, als es wieder etwas bergab ging. Insgesamt verlor der DAX in dieser Woche etwas über einen Prozentpunkt und liegt nun bei 10503 Punkten. Wie es in den nächsten Wochen weiter geht, hängt stark davon ab, was die Jackson Hole-Konferenz und vor allem die Rede von Janet Yellen für ein Signal sendet, meint Patrick Harms, Analyst der HSH Nordbank.

An den Ölmärkten ging es mit der Rallye der letzten Wochen nicht mehr weiter. Der Brent-Preis fiel wieder unter die Marke von 50 Dollar. Gründe für eine weitere Korrektur beim Ölpreis gibt es derzeit viele, wie im Wochenbarometer nachzulesen ist. Der vor allem spekulativ getriebene Anstieg der Ölpreise basiert auf der Erwartung, dass es zu einer Einigung über Produktionsobergrenzen beim OPEC-Treffen im September kommt. Diese Erwartung sei jedoch vollkommen aus der Luft gegriffen, meint Ölmarktanalyst Jan Edelmann. Starke Preisanstiege beim Öl würden das Angebot seitens der „Fracker“ in den USA erhöhen, womit die OPEC-Produzenten Marktanteile verlieren würden. Eine Einigung über eine Obergrenze sei daher nicht im Interesse vieler Förderländer, so Edelmann.