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Wochenbarometer
05.08.2016

Bank of England überrascht Märkte mit der Neuauflage des Anleiheankaufprogramms. Nach Stresstest: Bankaktien müssen Federn lassen. DAX zum ersten Mal nach dem Brexit mit Rückgängen.

Bank of England stemmt sich gegen Rezession

Die Bank of England macht sich bereit zum Kraftakt gegen die drohende Rezession (Bild: BULLS PRESS)

Die Bank of England hat, wie mehrheitlich erwartet, auf ihrer Zinssitzung am 4. August eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf das neue Rekordtief von 0,25% beschlossen. Zudem hat sie, etwas überraschend, eine Neuauflage ihres Anleiheankaufprogramms unter Einbeziehung von Staats- und Unternehmensanleihen beschlossen. Die BoE dürfte dabei u.a. auf die schwachen Einkaufsmanagerindizes reagiert haben, meint Jan Edelmann, Analyst der HSH Nordbank. Dabei fielen die finalen Werte für das Verarbeitende Gewerbe im Juli und für den Dienstleistungssektor in Bereiche, die auf eine drohende Rezession hindeuten.

Vor der Zinsentscheidung der Bank of England und der wichtigen Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Juli stiegen die Renditen von Treasuries und Bundesanleihen im Wochenvergleich an. Dies kam ein wenig überraschend, denn die Veröffentlichungen aus den USA fielen nicht sonderlich überzeugend aus. Die BIP-Daten für Q2 aus den USA enttäuschten die Märkte.

Der Arbeitsmarktbericht am morgigen Freitag könnte richtungsweisend für die Zinsentwicklung in den kommenden Wochen sein. Sollte der Arbeitsmarktbericht positiv ausfallen und die Spekulationen über eine Leitzinserhöhung wieder zunehmen, dürfte in der nächsten Woche wieder eine Erholung bei den Renditen zu beobachten sein. Allerdings könnten nun die Spekulationen über weitere geldpolitische Maßnahmen der EZB stärker werden. Dies spricht dafür, dass der Abwärtsdruck auf die langfristigen Renditen eher verstärkt wird.