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29.07.2016
Lichten sich die Wolken?

Lichten sich die Wolken? Die kommende Woche ist dank Veröffentlichung des Stresstests der EZB und der Sitzungen der Bank of Japan und Bank of England spannend (Bild: YourPhotoToday/PM)

Die Renditen für deutsche und amerikanische Staatsanleihen sind in den vergangenen Wochen erneut gefallen. Überzeugende Gründe für diese Entwicklung sind auf den ersten Blick nicht zu finden. Die Fed beispielsweise lieferte mit ihrem Verweis auf die auf kurze Sicht abnehmenden Risiken in der US-Wirtschaft eher einen Grund für steigende Zinsen, meint Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt bei der HSH Nordbank. Die Aktienmärkte wiederum verhielten sich bei eher freundlichen Quartalsergebnissen in den letzten Tagen unauffällig und auch der Volatilitätsindex liegt auf einem sehr niedrigen Niveau, sagt Patrick Harms, Analyst der HSH Nordbank. Für Beruhigung auf den Märkten sorgte der Verzicht der EU-Kommission auf Strafzahlungen für Spanien und Portugal. Der erneut gefallene Ölpreis könnte als Grund für die niedrigeren Renditen dienen. Ein weiterer Faktor, der einige Marktteilnehmer nervös machen dürfte, ist die morgige Veröffentlichung der Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht EBA (29.7.). Potential für Unruhe birgt nach de la Rubia auch der Wahlkampf in den USA, der nach der endgültigen Nominierung von Donald Trump für die Republikaner und Hillary Clinton für die Demokraten stärker in das Bewusstsein der Menschen dringen dürfte.

Die nächsten Tage werden durch Sitzungen der Bank of Japan morgen und der Bank of England am kommenden Donnerstag spannend. In beiden Fällen steht das Thema Zinssenkung im Raum.