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08.07.2016

Die Brexit-Unsicherheit in Europa setzt die Renditen wieder unter Druck. Sowohl Bunds als auch Treasury Bills erleben ein Rekordtief. Für steigende Zinsen besteht derzeit kein Spielraum.

Die durch den Brexit ausgelöste Unsicherheit stellt sich einem Anstieg der Zinsen in den Weg. (Foto: picture alliance / dpa)

Weiterhin ist die Unsicherheit in der Eurozone nach dem Brexit-Ausgang groß. Durch den starken Kapitalabfluss wird Großbritanniens Wirtschaft stark getroffen und eine Rezession sehr wahrscheinlich. Begleitet von der Angst um das italienische Bankensystem setzte sich in dieser Woche die Umschichtung von risikoreicheren Anlageformen in sichere Häfen fort. Die Volatilität an den Märkten stieg diese Woche wieder an, was Druck auf die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in Deutschland und den USA ausübte.

Die am Mittwoch in den USA veröffentlichten Minutes der letzten Fed-Sitzung vor der Brexit-Abstimmung waren wenig überraschend. Am Freitag wird der nächste Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Es wird für Juni mit einem Anstieg der Beschäftigung gerechnet. Das wird jedoch kein zügiges Handeln von Seiten der Fed nach sich ziehen wird, meint Patrick Harms, Analyst bei der HSH Nordbank.

Der in Europa diese Woche veröffentlichte Sentix Index (Investorenvertrauen) dämpfte die Stimmung und erhöht den Druck auf die EZB. Die Diskussion um die Finanzierung der Rekapitalisierung italienischer Banken zeigt, wie angespannt die Lage ist. Die EZB als einzige handlungsfähige Institution wird vorausschauend agieren, wenn auch nicht auf der nächsten Sitzung im Juli. Daher meint Harms, dass in den USA und der Eurozone der Spielraum für höhere Renditen auch in den nächsten Wochen gering bleibt.

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