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WOCHENBAROMETER
15.07.2016

Politische Ordnung in UK kehrt wieder ein. Hoffnung auf noch mehr billiges Geld treibt die Märkte.

Hund schüttelt sich trocken

Das Referendum in Großbritannien hat die internationalen Finanzmärkte auch drei Wochen später noch fest im Griff. Doch mit der Ernennung von Theresa May zur neuen Premierministerin ist in die politische Landschaft zunächst wieder etwas Ordnung eingekehrt, was sich an den Volatilitätsindizes abzeichnete. Die Renditen 10-jähriger Anleihen in den USA und Deutschland stiegen im Vorwochenvergleich.

Der am vergangenen Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni überraschte mit positiven Daten. Er erhöhte die aus den Fed Funds Futures abgeleitete Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt der Fed im laufenden Jahr. Wir erwarten den nächsten Zinsschritt jedoch nicht vor Ende 2017, so Jan Edelmann, Analyst bei der HSH Nordbank. Gestern (13.07.) wurde das Beige-Book der Fed veröffentlicht und insgesamt werden die Aussichten in den USA als recht positiv dargestellt, nur in wenigen Regionen herrscht noch große Sorge über das Brexit-Votum.

Die BoE hat heute überraschenderweise keine Zinssenkung beschlossen, ob es jedoch zu Lockerungsmaßnahmen kommen wird ist nicht ausgeschlossen, so Edelmann. 

Die Umfrageergebnisse der Präsidentschaftswahl in den USA könnten die kommenden Wochen zu zunehmender Nervosität an den Märkten führen. Staatsanleiherenditen hätten unter diesen Umständen noch weniger Aufwärtspotenzial, als es die aggressive Geldpolitik der EZB nahelegt.