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01.07.2016

Nach dem Brexit-Votum nimmt die Risikobereitschaft an den Kapitalmärkten wieder zu. Dennoch notieren die Bund-Renditen weiter im roten Bereich.

Der Brexit birgt eindeutige Risiken. Investoren, die sich auskennen und den richtigen Weg einschlagen, können jedoch auch die Chancen nutzen. (Foto: picture alliance / Mika)

Der Austritt Großbritanniens aus der EU hat ein großes politisches Risiko aufgebaut und an den Kapitalmärkten Schockwellen und starke Risk-off Bewegungen ausgelöst. Seit Dienstag hat sich der Markt allerdings von den turbulenten Tagen nach dem Brexit-Votum erholt. Insbesondere die Aktien- und Rohstoffmärkte legten kräftig zu. Am stärksten profitierten die Anleihen der Peripherie-Staaten von der Stimmungsaufhellung.

Der EU-Gipfel lieferte keine klaren Ergebnisse. Die EZB erwartet für den Euroraum, dass das Wachstum innerhalb von drei Jahren wesentlich niedriger ausfallen wird als zuvor angenommen. Eine Rezession in Großbritannien, welche für 2017 angenommen wird, hätte sofortige Auswirkungen auf den Euroraum und auch auf Deutschland, so Jan Edelmann, Analyst der HSH Nordbank.

Ein Zinsschritt durch die Fed ist für dieses Jahr vom Tisch und wird erst Ende 2017 erwartet.
Die Märkte haben sich wieder beruhigt, jedoch ist die politische Unsicherheit nach wie vor sehr groß und nach Edelmann werden in den kommenden Wochen weiter Schwankungen auf den Märkten zu beobachten sein. Die EZB hat ihre Handlungsbereitschaft signalisiert, gegebenenfalls mit zusätzlicher Liquidität Unterstützung zu leisten. Dies spricht dafür, dass der Abwärtsdruck auf die langfristigen Renditen anhalten wird.