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09.05.2016

Das überraschend hohe Wirtschaftswachstum der Eurozone im ersten Quartal lässt die Zuversicht in Bezug auf das gesamte weltwirtschaftliche Wachstum steigen.

Das hohe Wirtschaftswachstum der Eurozone im ersten Quartal lässt aufatmen. (picture-alliance/chromorange)

Die Aussichten für die nächsten Quartale sind tendenziell etwas freundlicher geworden, meint Cyrus de la  Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank. Das überraschend hohe Wirtschaftswachstum der Eurozone im ersten Quartal, das auch mit einer etwas robusteren Entwicklung in Deutschland einhergegangen sein dürfte, erhöht, so de la Rubia, die Zuversicht in Bezug auf das weltwirtschaftliche Wachstum, dass bei über drei Prozent liegen sollte.

Zwar enttäuschte die USA mit einem schwachen Jahresauftakt, aber der Wachstumstrend dürfte dort intakt bleiben. Dazu kommt ein anhaltender Anstieg der Ölpreise und der Preise anderer Rohstoffe, der auch auf die Aktienmärkte ausstrahlte, wenngleich hier zuletzt wieder etwas größere Nervosität zu spüren war. An den Rentenmärkten kam es in den letzten Wochen zu einem leichten Anstieg der Renditen, obwohl die US-Notenbank auf einen Zinsschritt im April verzichtete und die EZB tendenziell Handlungsbereitschaft signalisierte.

Die Wechselkurslandschaft hat sich in diesem Umfeld relativ stark verändert. Der Euro verzeichnete zuletzt hohe Zugewinne und das gleiche gilt für den Yen. Beides hat u.a. mit der Untätigkeit der US-Notenbank zu tun. Das Pfund konnte die Schwächeperiode des ersten Quartals beenden und an Boden gewinnen. Dennoch bleibt die Währung vor dem Hintergrund des noch immer offenen Wahlausgangs des britischen EU-Referendums im Fokus.   

Während in der Eurozone keine Zinsänderung zu erwarten ist, dürften nach Ansicht von Sintje Boie, Analystin der HSH-Nordbank, die US-Leitzinsen im Juni bzw. Dezember erhöht werden. Weiterhin rechnet Boie mit einem leichten Anstieg der langfristigen Renditen (Bunds und T-Notes).