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20.05.2016

Die Fed könnte sich im Juni durchaus für eine Zinsanhebung entscheiden. Diese würde Aufwärtsspielraum für die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks bieten.

Die Fed könnte bei den Leitzinsen bald für Aufwind sorgen: Falls die Datenveröffentlichungen es hergeben, scheint eine Zinsanhebung durchaus im Bereich des Möglichen zu sein. (Foto: picture alliance / dpa)

Äußerungen von US-Notenbankern hatten einen moderaten Zinsanstieg bei den amerikanischen Staatsanleihen ausgelöst. Diese hatten betont, dass die durch den Ölpreisanstieg bedingten höheren Inflationsraten die Fed durchaus zu Leitzinsanhebungen bewegen könnten. Das Protokoll der Fed-Zinssitzung von Ende April deutete ebenfalls die Möglichkeit einer nächsten Zinssteigerung bereits im Juni an, wenn die Datenveröffentlichungen es hergeben. In diesem Zusammenhang sollten nach Meinung von Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, der Arbeitsmarktbericht für Mai, die kommenden Inflationszahlen sowie die Entwicklung des weltwirtschaftlichen Umfeldes von besonderer Bedeutung sein. Da die Fed einen Zinsschritt im Juni noch nicht verbal vorbereitet hat und sie nicht für eine Überraschung am Markt sorgen möchte, sind die anstehenden Redetermine der US-Notenbanker genau auf entsprechende Hinweise zu verfolgen. Die Minutes haben den Renditeanstieg der Treasuries noch verschärft. Dies führte auch zu einer leicht höheren Verzinsung der Bunds.

In der kommenden Woche sollte sich der Fokus wieder mehr in Richtung Eurozone verschieben. Am 24. Mai treffen sich die Euro-Finanzminister, um möglichst zu einer Einigung in Bezug auf die Auszahlung weiterer Finanzhilfen für Griechenland zu kommen. Darüber hinaus stehen mit den Einkaufsmanagerindizes, dem ifo Geschäftsklimaindex sowie den einzelnen Komponenten des deutschen BIP in Q1 wichtige Datenveröffentlichungen auf der Agenda. Sollte sich eine Zinsanhebung der Fed im Juni konkretisieren, ergäbe sich dadurch Aufwärtsspielraum für die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks.