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15.04.2016

Die Rentenmärkte halten sich auf gleichbleibendem Niveau. Auch die EZB-Sitzung in der kommenden Woche dürfte nichts Neues bringen. Das Augenmerk liegt auf dem nahenden OPEC-Treffen.

Bis zum Treffen der OPEC-Staaten in Doha am 17. April wird es vorerst ruhig bleiben an den Finanzmärkten. (Foto: picture alliance/chromorange)

An den Rentenmärkten dies- und jenseits des Atlantiks hat sich in den vergangenen Tagen wenig getan. Ohne spürbare Auswirkungen blieben die negativen Äußerungen des Internationalen Währungsfonds zur Weltwirtschaft und den Kapitalmärkten. Genauso wenig Einfluss hatten die Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und der Eurozone. Auf den ersten Blick waren sie nicht überzeugend, unter dem Strich gibt es aber keinen Grund an der Beschleunigung des wirtschaftlichen Aufschwungs zu zweifeln, meint Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank.

Von der EZB-Sitzung in der kommenden Woche sind keine neuen Entscheidungen zu erwarten. Vielmehr richtet sich der Blick der Finanzmärkte jetzt auf das Treffen der OPEC-Staaten in Doha am 17. April. Dort soll darüber beraten werden, die Rohölproduktion auf den Niveaus vom Januar einzufrieren. Ob das gelingt, ist fraglich, da die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran in den letzten Monaten zugenommen haben. Der Ölmarkt hat jedenfalls mit einer kräftigen Erholung seit Anfang des Monats eine gewisse Zurückhaltung bei der Förderung vorweggenommen. Aus diesem Grund könnte nach Ansicht von Gäde ein Scheitern der Verhandlungen, den Ölpreis wieder unter Druck setzen. Entsprechend dürften dann die Renditen weiter nachgeben. Auch die Aktienmärkte könnten unter Mitleidenschaft gezogen werden.