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01.04.2016

Der Ölpreisrückgang sorgt erneut für Verunsicherung und sinkende Bund-Renditen. Fed-Chefin Yellen verspricht nur graduellen Zinsanhebungskurs.

Der wiederholte Tauchgang des Ölpreises lässt nicht nur die Renditen untergehen, sondern sorgt auch für sinkende Inflationsraten. (Foto: picture-alliance / dpa)

In den vergangenen Tagen haben die Renditen der Bundesanleihen und Treasuries erneut den Rückwärtsgang eingelegt. Für Verunsicherung bei den Anlegern sorgte der Rückgang des Ölpreises. Dies schürte nach Ansicht von Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, Ängste, dass sich die Inflationsraten in der Eurozone noch weiter nach unten verschieben und damit die EZB ihre ultralockere Geldpolitik ausweitet, so dass die Renditen abbröckelten. In den USA betonte Fed-Chefin Janet Yellen in ihrer Rede vor dem Economic Club of New York, dass die Fed bei ihrem Leitzinsanhebungskurs angesichts der globalen Konjunkturschwäche und der hohen Volatilität an den Finanzmärkten nur sehr graduell vorgehen wird, was die Zinsphantasien der Marktteilnehmer dämpfte und die Treasuries profitieren ließ. Die Äußerungen einiger Fed-Notenbanker hatten zuvor noch eine zweite Leitzinsanhebung auf der Zinssitzung im April möglich erscheinen lassen. Nun ist diese Option vom Tisch.