SUCHE

29.04.2016

Die Fed gibt keine eindeutigen Hinweise zur geplanten US-Zinsanhebung im Juni und lässt Investoren im Nebel des Ungewissen. Es bleibt weiterhin ruhig an den Finanzmärkten.

Begrenzte Sichtweite für Investoren – die Vorhaben der Fed sind undurchsichtig. (Foto: picture alliance / dpa)

An den Rentenmärkten gab es in den vergangenen Tagen nur wenig Bewegung. Die Investoren blieben in Wartestellung in Bezug auf die Fed-Sitzung, die weder mit einem Zinsschritt noch mit eindeutigen Hinweisen hinsichtlich der nächsten Zinserhöhung verbunden war. Die Tür für eine Anhebung des Leitzinses im Juni ist unverändert offen, zumal die Fed weiterhin auf die Erholung am Arbeitsmarkt hinwies und internationale Risiken nicht gesondert betonte. Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise, niedriger Volatilität, tendenziell freundlichen Aktienmärkten und positiven Wirtschaftszahlen aus China hält Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, einen Zinsschritt der Fed im Juni weiter für wahrscheinlich.

Einen Strich durch die Rechnung könnte der Brexit machen, über den nur wenige Tage nach der Juni-Sitzung der Fed abgestimmt wird (Referendum am 23. Juni).  Falls die US-Vorwahlen Donald Trump als Kandidaten hervorbringen und Umfragen im Laufe des zweiten Halbjahres auf eine Präsidentschaft Trumps hindeuten, könnte dies ebenfalls Turbulenzen nach sich ziehen, meint der HSH-Analyst. Um Wahlen geht es auch in Spanien: Dort stehen nun endgültig Neuwahlen am 26. Juni auf der Agenda. Und auch in Griechenland wird aufgrund einer fehlenden Einigung der Geldgeber (IWF, Euroländer) über neue Maßnahmen schon wieder über Neuwahlen in Griechenland spekuliert – Ministerpräsident Tsipras hat nur eine knappe Mehrheit im Parlament –, aber im Wochenbarometer der HSH-Nordbank wird derzeit noch mit einer hinreichenden Kompromissbereitschaft auf beiden Verhandlungsseiten gerechnet.

Nach oben