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11.04.2016

Politische Sorgen und vor allem der drohende Brexit spielen den Bond-Bullen in die Hände.

Auch wenn sich der britische Premier deutlich für die EU ausspricht, bröckelt die Fassade. (Foto: picture alliance / empics)

Die gedämpfte Stimmung an den Finanzmärkten hat in der Eurozone nach Ansicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, auch zu tun mit dem Referendum in den Niederlanden, in dem das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine abgelehnt wird. Diskussionen darüber, ob der Internationale Währungsfond noch willens ist, Griechenland erneut Geld zu geben, lassen bei manchen Beobachtern die Befürchtung einer neuen Griechenland-Krise aufleben, meint der HSH-Analyst.

Und schließlich ist da noch der drohende Brexit: In jüngsten Umfragen liegen die Europa-Gegner nur noch einen Prozentpunkt hinter den Befürwortern. Die Veröffentlichung der sogenannten Panama Papers, die eine indirekte Involvierung von Ministerpräsident Cameron (pro Europa) offenlegen, dürfte nicht helfen. Die Haltung des Londoner Bürgermeisters Boris Johnson in der Brexit-Debatte wird von der City-of-London-Gesellschaft kritisiert, da dessen Äußerungen negative Signale an Investoren senden würden. Vor dem Hintergrund dieser Debatte dürfte das Pfund nach Ansicht von Sintje Boie, Analystin der HSH-Nordbank, weiter zur Schwäche neigen.