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22.04.2016

Es bleibt ruhig an den Aktien- und Ölmärkten: Langfristige Renditen steigen, die Europäische Zentralbank liefert keine neuen Überraschungen und die Fed lässt die Zinsen in der kommenden Woche unverändert.

Statt mit Kurschwankungen zu jonglieren, können die Anleger und Investoren derzeit durchatmen. (Foto: picture alliance / chromorange)

An den Rentenmärkten verlief es in den vergangenen Tagen relativ ruhig. Während am kurzen Ende kaum Bewegung festzustellen war, legten die langfristigen Renditen sowohl bei den US-Treasuries als auch bei den Bunds leicht zu. Ursache dafür war nach Ansicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, unter anderem der Ölpreis, dessen Rallye zwar unsanft, aber nur kurzzeitig durch den enttäuschenden Ausgang der OPEC-Sitzung (kein Einfrieren der Fördermenge beschlossen) unterbrochen wurde. Die Europäische Zentralbank hat ihren Kurs am Donnerstag, den 21. April 2016 bestätigt und nochmals betont, dass das so genannte Helikoptergeld ein interessantes Konzept ist, das allerdings nicht einfach realisiert werden kann und im Rat bislang nicht diskutiert wurde. Darüber hinaus wurden Details zum Ankaufprogramm für Unternehmensanleihen veröffentlicht.

Die letzten Vorwahlen für die US-Präsidentschaftskandidatur haben etwas Unsicherheit aus dem Markt genommen. Den Kandidaten Trump (Republikaner) und Clinton (Demokratin) dürften die jeweiligen Nominierungen nicht mehr zu nehmen sein. Der tatsächliche Wahlausgang könnte stärker in den Fokus rücken. Läge Trump in den Umfragen zum Wahlausgang vorne, würde dies die Finanzmärkte vermutlich stark verunsichern und zu fallenden Renditen führen, so der Analyst der HSH Nordbank. In den USA nährt sich die Hoffnung auf eine vorsichtig agierende Notenbank durch enttäuschende Wohnungsbaudaten und die „dovishe“ Aussage eines Fed-Präsidenten. Im Wochenbarometer der HSH Nordbank wird jedoch darauf verwiesen, dass die „hawkishen“ Aussagen von FOMC-Mitglied Rosengren weitere Zinsanhebungen in diesem Jahr wahrscheinlich machen.

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