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18.03.2016

Fed mit „dovisherem“ Ausblick: Womöglich hält 2016 nur zwei Zinsanhebungen bereit, bei langfristig niedrigerem Zinsniveau.

Der dovishe Ansatz (von 'Dove' engl. für 'Taube') erscheint der Fed als das beste Vorgehen, um das Wirtschaftswachstums mithilfe niedriger Zinssätze zu stimulieren. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Fed hat auf ihrer Zinssitzung am 16. März die Bandbreite für ihre Leitzinsen unverändert bei 0,25 bis 0,5 Prozent belassen. Sie hält an ihrem Zinsanhebungskurs in den kommenden Monaten fest, hat aber angesichts der globalen Konjunkturschwäche und der daraus resultierenden Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft sowie der hohen Volatilität an den internationalen Finanzmärkten signalisiert, bei den Zinsanhebungen noch langsamer vorzugehen. Während die Projektionen der Notenbanker im Dezember 2015 auf vier Leitzinserhöhungen im Umfang von jeweils 25 bp in diesem Jahr hindeuteten, lassen die neuen Einschätzungen nur noch zwei Zinsschritte von 25 bp erwarten. 2017 gehen die Notenbanker im Vergleich zum Dezember unverändert von steigenden Leitzinsen im Ausmaß von 100 bp aus, doch das längerfristige Leitzinsniveau (nach 2018) liegt im Median bei niedrigeren 3,3 Prozent (nach 3,5 Prozent). Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, rechnet mit zwei Zinsanhebungen um jeweils 25 bp im Juni und Dezember. Der „dovishere“ Kurs der Fed hat die Renditen der US-Treasuries abbröckeln lassen – insbesondere die Rendite der 2jährigen hat nachgegeben.

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