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Wochenbarometer
24.03.2016

Die Terroranschläge in Brüssel verunsichern den Finanzmarkt nur kurzfristig. Freundliche Konjunkturdaten sorgen zumindest die Wirtschaft betreffend für Aufheiterung.

Börsenplatz in Brüssel: Am Dienstag rutschten die Kurse zwar kurzfristig in den Keller, doch mittlerweile ist der Terroranschlag in den Zahlen kaum noch zuerkennen. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Terroranschläge in Brüssel haben an den Rentenmärkten kaum Spuren hinterlassen. Der übliche Reflex der Anleger, verstärkt in Staatsanleihen zu investieren und Aktien abzustoßen, konnte nur ganz kurzfristig beobachtet werden. Gegenüber dem Wochenbeginn sind die Staatsanleiherenditekurven dies- und jenseits des Atlantiks praktisch gleich geblieben. Die Aufmerksamkeit der Anleger schwenkte überraschenderweise rasch auf andere Themen wie etwa die unerwarteten Anstiege beim Ifo-Index und den PMI-Indikatoren für die Eurozone. Dass nach drei aufeinanderfolgenden Rückgängen der Ifo-Index im März wieder gestiegen ist, ist in der Tat eine beruhigende Nachricht, wenngleich man einen Monatswert nicht überbewerten sollte. Die bessere Lage an den Finanzmärkten hat auch mit dem Anstieg der Ölpreise zu tun (+25 Prozent in einem Monat). Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, rechnet zwar nicht mit einem weiteren kräftigen Anstieg, denn die Meldung des Einfrierens der Fördermenge durch Saudi-Arabien hat für sich gesehen keine großen Auswirkungen, solange der Iran nicht mit von der Partie ist. Aber wenn der freie Fall der Ölpreise gestoppt sein sollte, dann wäre das für sich genommen bereits positiv.