SUCHE

26.02.2016

Ein Schritt nach vorn, zwei zurück – Super-Tuesday, ein Reigen von Konjunkturdaten und ein volatiler Ölmarkt werden die Rentenmarktentwicklungen bestimmen.

Als spielte sich ein Schauspiel ab und Donald Trump stimmte zum Tanz. Das Ergebnis der Vorwahlen in Nevada sorgt nicht nur für Kopfschütteln, sondern auch für Verunsicherung bei den Marktteilnehmern. (Foto: picture alliance / dpa)

Die meisten Finanzmarktteilnehmer scheinen sich mit dem negativen Marktsentiment abzufinden und kaufen weiter Staatstitel, so dass die Bund- und die T-Notes-Renditen erneut gefallen sind. An den Aktienmärkten kam es entsprechend bei einer recht hohen Volatilität zu einer Abwärtsbewegung. Treiber dieser Entwicklung ist – wieder einmal – der Ölpreis, dessen plötzlicher Anstieg nicht nachhaltig war. Weiter war der Sieg von Donald Trump bei den Vorwahlen in Nevada kaum geeignet, die Verunsicherung der Marktteilnehmer zu vermindern. Mit dem drei Mal in Folge rückläufigen Ifo-Index sowie den schwächer als erwartetet ausgefallenen PMI-Indizes für die Eurozone fühlten sich die Konjunkturpessimisten bestätigt.

Am 27. und 28. Februar wird das G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure in Schanghai stattfinden. Es ist schwer vorstellbar von dieser Seite ein Statement zu erhalten, das die Märkte nachhaltig beruhigt. Spannend wird es am 1. März, da an diesem so genannten Super-Tuesday US-Vorwahlen in mehr als 10 Bundesstaaten stattfinden. Es könnte bereits eine Vorentscheidung über den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner sein und der Name könnte tatsächlich Donald Trump lauten. Der Ölmarkt, von dem derzeit der Rentenmarkt entscheidend abhängt, dürfte nach Ansicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, nicht zur Ruhe kommen. Darüber hinaus stehen wichtige hochkarätige US-Konjunkturdaten auf der Agenda, insbesondere die ISM-Indizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie die US-Arbeitsmarktdaten.