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29.01.2016

Die Fed hält sich alle Wege offen, betont aber die Abhängigkeit weiterer Zinsanhebungen vom globalen Umfeld.

Welche Richtung die Fed einschlagen wird, bleibt abzuwarten. Mit konkreten Prognosen hält sich die Notenbank zurück – vorerst sollen alle Möglichkeiten offen bleiben. (Foto: picture alliance / blickwinkel)

Die Fed hat auf ihrer am 27. Januar beendeten Sitzung wie erwartet keine Anpassung des im Dezember auf 0,25 bis 0,50 Prozent angehobenen Leitzinsniveaus beschlossen. In Bezug auf zukünftige Zinsanhebungen gibt sich die Notenbank in ihrem veröffentlichten Statement allerdings angesichts der Unruhe an den internationalen Finanzmärkten und den zuletzt wenig überzeugenden US-Datenveröffentlichungen etwas vorsichtiger. So betonen die Währungshüter, dass sie die Entwicklung der Weltwirtschaft und Finanzmärkte genau beobachten und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Inflation bewerten werden. Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, geht unverändert davon aus, dass die Fed ihren Zinsanhebungskurs fortsetzt. Allerdings haben sich seines Erachtens die Risiken erhöht, dass sie dabei behutsamer als bisher angenommen vorgehen wird.

In der Eurozone hat die Ankündigung der EZB, ihre Geldpolitik möglicherweise auf dem Zinstreffen im März erneut zu lockern, die Renditen der Bundesanleihen noch weiter in den Keller geschickt. Die zur Veröffentlichung anstehende Schnellschätzung der Verbraucherpreise im Januar sollte eine höhere jährliche Preisdynamik als im Vormonat ergeben, sich im weiteren Jahresverlauf aber zunächst noch einmal zurückbilden. Die Preisentwicklung in den kommenden Monaten ist nach Ansicht von Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, ausschlaggebend für die Entscheidung der EZB, ihre Geldpolitik im März zu lockern oder es nicht zu tun.