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22.01.2016

Die Finanzmärkte sind weiterhin von Verunsicherung geprägt: Die Aktienmärkte tendieren nach unten, der Ölpreis sinkt, die EZB verstärkt den Renditerückgang und die Staatsanleihemärkte auf beiden Seiten des Atlantiks profitieren von einer Flucht in sichere Anlagen.

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten lässt Anleger wieder bevorzugt in sichere Häfen zurückkehren. (Foto: picture alliance / ZB)

Auch die US-Datenveröffentlichungen konnten die Sorgenfalten der Anleger nicht glätten. In den USA bricht die Aktivität im produzierenden Gewerbe immer stärker weg. Die Industrieproduktion ist im Dezember um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken – das ist der vierte Rückgang in Folge. Darüber hinaus ist der Empire Manufacturing Index deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig sendet der US-Konsum mit leicht rückläufigen Einzelhandelsumsätzen im Dezember Schwächesignale. Nun wird es laut Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, auf der Zinssitzung der Fed am 27. Januar spannend, ob das sich eintrübende weltwirtschaftliche Umfeld sowie die nicht überzeugenden Datenveröffentlichungen nachdenklichere Töne bei der Notenbank hervorrufen oder diese ihre nächste Zinsanhebung vorbereitet.

Die EZB hat auf ihrer Zinssitzung stillgehalten und keine neuen geldpolitischen Maßnahmen beschlossen. Allerdings benennt Präsident Mario Draghi die März-Sitzung als den Termin, an dem die Notenbank mit den neuen Projektionen – die erstmals das Jahr 2018 beinhalten – ihre Geldpolitik erneut überprüfen und gegebenenfalls anpassen könnte. Laut Währungshüter hat die Unsicherheit über das weltwirtschaftliche Umfeld zugenommen: Die Schwellenländer präsentieren sich schwächer, die geopolitischen Risiken sind gestiegen und die Volatilität an den Finanzmärkten hat zugenommen. Das erhöht die Abwärtsrisiken für den Wachstumspfad der Eurozone. Die mögliche geldpolitische Lockerung verstärkte den Renditerückgang der Bundesanleihen.

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