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Düstere US-Konjunktur schiebt sich vor Zinswende

Der Rückgang der Renditen hält an. Schwache US-Daten schüren Erwartung auf eine Verschiebung der US-Zinswende ins nächste Jahr. Es gibt kaum Potenzial für steigende Renditen.

New York: Die aktuellen US-Konjunkturdaten schauen düster in Richtung einer bald erhofften Zinswende und schüren Zweifel am Wachstum der Wirtschaft in den USA. (Foto: picture alliance / zb)

An den Rentenmärkten setzte sich der Rückgang der Renditen langsam fort. Angesichts enttäuschender Konjunkturdaten aus den USA haben die Erwartungen, dass die Fed noch in diesem Jahr die Zinswende einleitet, einen kräftigen Dämpfer erhalten. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) zeigte sich mit Blick auf die globale Wirtschaft verhalten und hat seine Prognose leicht herabgesetzt. Vor diesem Hintergrund rechnet Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, mit einem anhaltend geringeren Risiko-Appetit der Investoren und sieht kaum Potenzial für einen baldigen Anstieg der Staatsanleiherenditen.

In den Vereinigten Staaten haben die Arbeitsmarktdaten enttäuscht. Dem nicht genug, überraschten auch die ISM-Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors mit höheren Rückgängen als prognostiziert. Infolgedessen kann Gädes Meinung nach eine Zinserhöhung im Oktober fast ausgeschlossen werden und zudem ist die Wahrscheinlichkeit für den Zinsschritt im Dezember deutlich gesunken.

In der Eurozone verliert die Konjunktur ebenfalls an Tempo. Die PMI‘s des Dienstleistungssektors zeigten per Saldo einen leichten Rückgang auf hohem Niveau. Die große Ernüchterung kam allerdings aus Deutschland. Im August verzeichneten die Auftragseingänge) und die Produktion im Produzierenden Gewerbe starke Rückgänge. Darüber hinaus gab es im Außenhandel ebenfalls deutliche Abkühlungstendenzen.