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25.09.2015

Kurseinbruch an den Aktienmärkten: Die US-Zinsentscheidung wirkt nach und auch die schwachen Konjunkturdaten aus China überschatten die sich aufhellende Lage in der Eurozone.

Die Konjunkturdaten aus China belasten weiterhin die Investoren. An den chinesischen Märkten ist Zurückhaltung geboten. (Foto: picture alliance / dpa)

Das Stillhalten der US-Notenbank führte zu einem Rückgang der Renditen, wenngleich bereits diskutiert wird, ob die Fed möglicherweise nunmehr im Oktober den ersten Zinsschritt wagt und nicht auf den Dezember-Termin wartet. In jedem Fall hat sich Notenbankchefin Janet Yellen die Tür zu dieser Möglichkeit offen gelassen, in dem sie eine Kurzpressekonferenz für den Sitzungstermin am 28. Oktober angekündigt hat. Die wahrscheinlichere Variante ist nach Ansicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, eine Straffung der geldpolitischen Zügel Mitte Dezember, wenn die reguläre Pressekonferenz einberufen wird.

Der leichte Anstieg des ifo-Index sowie die erfreulichen PMI-Geschäftsklimaindizes für die Eurozone konnten keine Erholung der Bundrenditen auslösen, obwohl das Schwergewicht Frankreich überraschend die Expansionsschwelle überschritten hat. Hier machte sich, so de la Rubia, vermutlich die schlechte Nachrichtenlage aus China bemerkbar, wo der PMI-Index weiter in den Schrumpfungsbereich gefallen ist und damit ein Sechsjahrestief erreichte. Darüber hinaus ist seit der Fed-Entscheidung eine steigende globale Risikoaversion in Form kräftig fallender Aktienkurse zu beobachten. Die Leitzinsen auf dem niedrigen Niveau zu halten wird von vielen Marktteilnehmern entgegen dem aus der Vergangenheit bekannten Muster nicht goutiert, sondern als verunsichernd wahrgenommen.

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