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17.09.2015

Mit Spannung blicken die Finanzmärkte auf die US-amerikanische Notenbank Fed. Leitzins und Bundesanleihen versprechen vorerst gute Aussichten.

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag (17.9.) weitgehend unbewegt präsentiert. (Foto: picture alliance / blickwinkel)

Kurz vor dem Zinsentscheid der Fed (17.09. um 20.15 Uhr MEZ) scheinen die Rentenmärkte auf eine Leitzinserhöhung zu setzen. Die Renditen der US-Treasuries zogen auf breiter Front an. Die zehnjährigen Titel notierten mittlerweile bei 2,28 Prozent (Vorwoche: 2,20 Prozent). Dieser Entwicklung konnten sich die europäischen Staatsanleihen nicht entziehen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte in der Berichtswoche von 0,67 auf 0,78 Prozent. Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, erwartet, dass die Fed die Zinswende einleitet und sieht kurzfristig eine Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends der Zinsen auf beiden Seiten des Atlantiks.

Die jüngsten amerikanischen Wirtschaftsdaten sind insgesamt positiv ausgefallen. Der NAHB-Hausmarktindex verbesserte sich auf 62 Punkte, ein Niveau, das zuletzt vor zehn Jahren erreicht wurde. Trotz eines schwächeren Verbrauchervertrauens der Uni Michigan konnten die Einzelhandelsdaten überzeugen. Die August-Umsätze verzeichnen ein Plus von 0,2 Prozent mom und der Juli-Wert wurde um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent nach oben revidiert. Weniger erfreulich sah es bei der Industrieproduktion aus. Sie sank im August überraschend kräftig um 0,4 Prozent mom. Dies wurde allerdings durch die Korrektur der Vormonatszahl, von 0,6 auf 0,9 Prozent mom etwas relativiert. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten konnte in der Eurozone die Industrieproduktion überzeugen. Sie legte im Juli überraschend um 0,6 Prozent mom zu.