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Wochenbarometer
28.08.2015

China wirbelt die Finanzmärkte erneut durcheinander. Die Zinssenkung der chinesischen Notenbank und gute Konjunkturdaten aus den USA und Europa helfen den Renditen wieder auf die Beine.

Mann zeigt Daumen hoch

Daumen hoch an der New Yorker Börse: Die US-Wirtschaft wächst und ist in guter Verfassung. (Foto: picture alliance / landov)

Auch in dieser Berichtswoche ließ China die Finanzmärkte nicht zur Ruhe kommen. Der überraschend kräftige Rückgang des Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe ließ am Montag, den 24.08.2015 die Aktienmärkte rund um den Globus in die Tiefe stürzen. Daraufhin senkte die chinesische Notenbank am folgenden Tag den Leitzins und löste auf breiter Front eine Gegenbewegung der Kurse aus.

Im Rahmen des China-Schocks erhielten die Spekulationen auf eine Verschiebung der US-Leitzinswende ins kommende Jahr neue Nahrung. Deshalb sank die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries zwischenzeitlich unter die Marke von 2,00 Prozent, konnte sich jedoch anschließend wieder erholen. Aktueller Stand ist 2,16 Prozent. Ähnlich erging es den zehnjährigen Bundesanleihen. Nach einem zwischenzeitlichen Tiefststand von 0,53 Prozent rentieren die Bunds momentan bei 0,73 Prozent. Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, erwartet, dass sich die Fed von den Geschehnissen in China und an den Finanzmärkten nicht sonderlich beeindrucken lässt. Die gute Verfassung der US-Wirtschaft spricht aus Gädes Sicht für den Zinsschritt im September.

Erfreuliche Wirtschaftsdaten lieferte auch die Eurozone. Die Einkaufsmanagerindizes signalisieren eine beschleunigende konjunkturelle Erholung. Ebenfalls aufwärts ging es beim ifo Geschäftsklimaindex. Er legte trotz der Sorgen um den wichtigen deutschen Handelspartner China um 0,3 auf 108,3 Punkte zu.

Insgesamt rechnet Gäde kurzfristig bei einer anhaltend guten Nachrichtenlage in den USA und der Eurozone mit anziehenden Zinsen.

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