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07.08.2015

Die anhaltende US-Leitzinsspekulation setzt den Euro gegenüber dem US-Dollar unter Druck. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, wenn die amerikanischen Arbeitsmarktdaten die Erwartungen erfüllen.

Paraglider

Der Euro schwächelt – der Dollar ist im Aufwind: Unterstützung erhält der US-Dollar u.a. durch die geplante Leitzinserhöhung im September. (Foto: picture alliance / All Canada Photos)

Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar trotz guter Konjunkturdaten aus der Eurozone unter Druck geraten. Unterstützung für den Greenback kam erneut von der Fed. Deren Gouverneur Lockhart votierte öffentlich für eine Leitzinsanhebung im September. Darüber hinaus gab es eine Reihe von guten Wirtschaftsdaten wie den ISM-Index für den Dienstleistungssektor, der mit einem kräftigen Sprung nach oben die Erwartungen bei weitem übertraf. Wenn die US-Arbeitsmarktdaten den erwarteten Anstieg aufweisen werden, rechnet Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, damit, dass der Abwärtstrend des Währungspaars in der kommenden Woche anhalten wird.

An den Rentenmärkten in der Eurozone und den USA und hat sich in der Berichtswoche trotz guter Wirtschaftsdaten insgesamt wenig getan. Der massive Kurseinbruch von 22 Prozent am griechischen Aktienmarkt, der nach fünfwöchiger Zwangspause wieder öffnete, blieb ohne spürbaren Einfluss. So setzte sich der Trend sinkender Zinsen in den USA fort. Die zehnjährigen US-Treasuries rentieren aktuell etwas niedriger bei 2,26 Prozent. Indes zog die Rendite der zehnjährigen Bundanleihen geringfügig auf 0,70 Prozent an.

In der Eurozone gestalten sich die Verhandlungen für das dritte Athener Hilfspaket schwierig. Der Internationale Währungsfonds drängt nach wie vor auf einen Schuldenschnitt und könnte damit als künftiger Kreditgeber ausfallen. Die nächsten Fälligkeiten des griechischen Staates müssen wohl mit Überbrückungskrediten beglichen werden. Gute Nachrichten gab es seitens der Euro-Konjunktur. Eine Reihe von Daten untermauerte die Fortsetzung der Erholung. Gädes Meinung nach werden deshalb die Bundrenditen in den nächsten Wochen weiter anziehen.