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24.07.2015

Die US-Berichtssaison und die fallenden Rohstoffpreise schicken die Staatsanleihe-Renditen weltweit auf einen Abwärtstrend.

Gerade Apple weckte in Anlegern hohe Erwartungen. Doch die jüngsten Daten zum Unternehmen führen zu Enttäuschung – die Aktie ging um fünf Prozent den Bach hinunter. (Foto: picture alliance / blickwinkel)

Die Renditen der Staatsanleihen sind zuletzt wieder gefallen. Das Research-Team der HSH Nordbank sieht zwei Gründe am Werk: Erstens, seien im Rahmen der Berichtssaison die Aktienkurse von Technologieunternehmen eingebrochen, nachdem die Zahlen des Unternehmens Apple viele Anleger enttäuscht hätten. Zweitens, habe sich der Abwärtstrend bei den Rohstoffen, allen voran Öl und Gold, fortgesetzt. Hierfür ist nach Meinung von Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia unter anderem die Einigung im Atomstreit mit dem Iran verantwortlich, da das Land einen Anteil von rund 9 Prozent an den weltweit nachgewiesenen Reserven besitze und nach der Aufhebung der Sanktionen das Angebot an Erdöl langfristig deutlich erhöhen dürfte. Die niedrigen Ölpreise wiederum – so de la Rubia -  sorgten  für einen Rückgang der Inflationserwartungen und drückten damit auf die langfristigen Renditen.

An den Devisenmärkten ist die Fed-Sitzung am 29. Juli nach Ansicht der HSH Nordbank Analysten der wichtigste Einflussfaktor für die Devisenmärkte. Es gäbe bereits relativ deutliche Signale in Richtung einer ersten Zinserhöhung im September. Dies dürfte die Fed-Präsidentin Yellen bei der Zinssitzung am 29. Juli bestätigen und damit den Euro belasten.

In Pfandbriefmarkt ist endlich wieder Bewegung gekommen. Darauf verweist HSH Nordbank Analystin Sintje Boie. Von Sommerpause gebe es keine Spur. Vielmehr habe die Emissionstätigkeit am Covered Bond-Markt wieder deutlich angezogen. Es sähe so aus, als ob die Emittenten nach der Einigung mit Griechenland und der dadurch reduzierten Unsicherheit an den Finanzmärkten den vorherigen Emissionsstillstand aufholen wollten.