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12.06.2015

Erfreuliche Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone sorgen für weiteren Zinsanstieg, der sich unter Schwankungen fortsetzt. Das belastet Investoren am Rentenmarkt.

Ein Weizenfeld.

Derzeit bewegen sich die US-Renditen gen Himmel. In der kommenden Woche entscheidet Fed-Chefin Yellen über den künftigen geldpolitischen Kurs in den USA. (Foto: picture alliance / Bildagentur-online/AGF)

Die Rentenmärkte sind in den vergangenen Tagen nicht zur Ruhe gekommen. Die Hoffnung auf eine Erholung währte nicht lange. So setzte sich der Zinsanstieg an den Rentenmärkten fort. Befeuert wurde er durch erfreuliche Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone. In der Eurozone nehmen die Deflationssorgen immer mehr ab, vor allem wegen stärkerer Inflationserwartungen und verbesserter Konjunkturaussichten. Infolgedessen kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zwischenzeitlich auf 1,06 Prozent und liegt derzeit bei 1,01 Prozent. Ihr Pendant aus den Vereinigten Staaten rentiert aktuell bei 2,48 Prozent. Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, geht davon aus, dass sich die starken Schwankungen an den Rentenmärkten fortsetzen.

Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten straften alle Konjunkturskeptiker Lügen. Sie waren eine Steilvorlage für die US-Notenbank, die geldpolitischen Zügel anzuziehen. Im Monat Mai wurden weitaus mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Nach dem schwachen ersten Quartal gibt es jetzt kaum noch Zweifel an dem sich beschleunigenden Wachstum. Deshalb ist es Gädes Meinung nach wahrscheinlich, dass Fed-Chefin Janet Yellen auf der Pressekonferenz nach der Notenbanksitzung am Mittwoch (17.06.) den Zinsschritt verbal vorbereitet. Mit der ersten Leitzinserhöhung seit 2006 rechnet Gäde dann im September.

In der Eurozone geht es ebenfalls voran. Dazu trägt insbesondere der private Konsum bei. Dennoch kamen zuletzt gute Daten von den deutschen Unternehmen. So konnten zu Beginn des zweiten Quartals sowohl die Auftragseingänge der Industrie als auch die Industrieproduktion zulegen.