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Shipping Quarterly 02/2015
08.06.2015

Während die Trampschifffahrt von höheren Charterraten profitiert, sehen die Prognosen für den restlichen Schifffahrtsmarkt in diesem Jahr trübe aus.

Fischerbote im nebeligen Hafenbecken.

Es sieht düster aus für die deutsche Schifffahrt: Neben Überkapazitäten und dem langsamen Nachfragewachstum erschweren höhere Umweltauflagen und niedrige Frachtraten den Reedern das Geschäft. (Foto: picture alliance / chromorange)

Die Lage an den Schifffahrtsmärkten hat sich dieses Jahr insgesamt etwas verschlechtert. Die Nachfrage wächst langsamer als erwartet und die Überkapazitäten lassen beim Blick auf die Gewinne keine Freude aufkommen. Wir erwarten im weiteren Jahresverlauf keine nachhaltige Besserung. Die große Ausnahme sind im Segment der Containerschiffe die Tramp-Reeder. Sie profitieren von kräftig steigenden Charterraten. So hat der Charterraten-Index New ConTex auf Sicht eines Jahres über 50 Prozent zugelegt. Gleichwohl sind die Raten noch immer nicht bei allen Schiffen auskömmlich, insbesondere bei den kleineren. Den Linienreedereien machen indes die sinkenden Frachtraten für Container zu schaffen. Am meisten leiden im bisherigen Jahresverlauf jedoch die Bulker. Nach dem Einbruch der Frachtraten auf historische Tiefststände ist die Erholung noch nicht weit vorangekommen. Diesem Trend konnten sich die Charterraten der Bulker nicht entziehen. Auch sie sind unter Druck geraten. Rückgänge bei Fracht- und Charterraten gab es zudem bei den Rohöl- und Produktentankern. Allerdings befinden sich hier die Raten auf einem deutlich höheren Niveau. Deshalb sind die Ergebnisse der Tankerreedereien im ersten Quartal alles in allem positiv ausgefallen.