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13.05.2015

Die Griechenland-Krise bleibt unverändert ohne Lösungsperspektive. Ob der Ausverkauf bei den Bunds weitergeht, ist unklar.

Griechischer Finanzminister Yanis Varoufakis.

Enttäuschung beim griechischen Finanzminister. Letztere Verhandlungen verließ Yanis Varoufakis ohne Ausblick auf eine Lösung für sein Land. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Nach einer kurzen Konsolidierungsphase am Montag hat sich der Ausverkauf von Staatsanleihen fortgesetzt. Handelt es sich hier um einen Bond-Crash oder nur um eine vorübergehende Korrektur? Die Bond-Bären verweisen auf den Rückgang der Deflationsgefahr (u.a. ist die Euro-Inflation auf 0% gestiegen) und die besseren BIP-Daten für Q1 (Frankreich: +0,6% qoq Deutschland: +0,3% qoq). Daher finden bei den Marktteilnehmern gerade ein Umdenken und eine Neubewertung der Bondmärkte statt. Außerdem wird mit der näher rückenden Zinswende in den USA argumentiert, wo die Treasuries im Übrigen eine ähnliche Volatilität zeigen.

Die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Jedoch bleibt das Anleiheankaufprogramm der EZB eine Tatsache, die angesichts der Struktur der Halter von Bunds tendenziell die Knappheit von frei gehandelten Bunds verschärft. Im Ergebnis rechnet Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, zunächst mit einer Seitwärtsbewegung und bald auch wieder mit einem Rückgang bei den Renditen.

Dafür spricht auch die Ergebnislosigkeit der Griechenland-Verhandlungen. Die roten Linien wurden von Athen erneut betont und bestehen u.a. in der Weigerung, Einschnitte beim Rentensystem vorzunehmen und den Arbeitsmarkt zu reformieren.