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19.03.2015

Die Weltwirtschaft steht im Zeichen des neuen Anleiheankaufprogramms der Europäischen Zentralbank, der Erwartung von baldigen Zinserhöhungen in den USA und fallenden Ölpreisen. Während die einen von dem niedrigeren Preis des schwarzen Goldes profitieren, bereitet es anderen große Sorgen.

Gasleitungen auf einer Bohrinsel.

Bohrinsel bei Wolgograd. Unter den niedrigen Ölpreisen leiden vor allem die Förderländer, deren Haupteinnahme-Quelle der Export des Rohstoffs ist – dazu gehören Nigeria oder Venezuela. Besonders hart trifft es Russland, dessen Landeswährung, der Rubel, zusätzlich von Rekordtief zu Rekordtief taumelt. (Foto: picture alliance / dpa)

Negativrenditen sind in diesem Umfeld zeitweise durchaus möglich, vermutet Sintje Boie, Analystin bei der HSH Nordbank, erwartet aber für die nächsten Quartale letztlich einen milden Anstieg der Renditen. So geht Boie von einer leichten Belebung der Konjunktur in der Eurozone aus, unter anderem gestützt auf Deutschland, für das HSH Analyst Stefan Gäde ein Wachstum von 1,7 Prozent prognostiziert. Des Weiteren wird die Erwartung leicht steigender Renditen durch die US-Notenbank getrieben, die nach Aussage von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, spätestens im September an der Zinsschraube drehen sollte. Denn der US-Wirtschaft gehe es insgesamt recht gut, wobei sie unter anderem von dem niedrigen Ölpreis profitiert. Letzterer wiederum setzt einigen aufstrebenden Volkswirtschaften zu. An vorderster Stelle ist Russland zu nennen. Die Türkei und Südkorea, die in dieser Ausgabe der HSH Flagship Publikation „Rententrends“ ebenfalls analysiert werden, profitieren hingegen von dem niedrigeren Preis des schwarzen Goldes. Insgesamt zeichnen die „Rententrends“ das Bild einer soliden, aber sicher  nicht stürmisch wachsenden Weltwirtschaft.

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