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26.03.2015

Während die Renditen in den USA erneut in den vergangenen Tagen gesunken sind, entwickelten sich die der deutschen Pendants in die entgegengesetzte Richtung.

Seilbahn an einem Berghang.

Für die europäischen Renditen geht es bergauf – für die US-Renditen hingegen bergab. (Foto: picture alliance / dpa)

Bedenkt man, dass die Fed kürzlich die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet hat, während die Europäische Zentralbank ihr QE-Programm gestartet hat, überrascht das etwas. Offensichtlich dominierten kurzfristige Faktoren. Dazu zählten die PMI-Indizes für das Verarbeitende Gewerbe, die sowohl in Frankreich als auch in Deutschland gestiegen sind. Hierzulande bestätigte auch der Ifo-Index dieses Bild. Wichtigste Ursache für die bessere Stimmung ist nach Ansicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, der schwache Euro sowie der niedrige Ölpreis.

Ein weiterer kurzfristiger Faktor, der zur Erklärung der divergierenden Renditeentwicklung beiträgt, ist der Rückgang der Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter (USA) im Februar. Andere Daten, die in den Tagen davor erschienen, zeichnen jedoch keineswegs ein düsteres Bild. So ist die Kerninflation im Februar gestiegen, während die Indikatoren für den Bau- und Immobiliensektor durchweg eine leichte Erholung anzeigten. Dass die Renditen in den USA unter dem Strich dennoch gesunken sind, mag damit zusammenhängen, dass einige internationale Investoren sich zu größeren Umschichtungen von Euro-Vermögenswerten hin zu US-Dollar-Assets entschlossen haben.