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26.02.2015

Während Janet Yellen dem US-Kongress die Angst vor Zinsanstiegen zu nehmen versuchte, sorgten vorläufige Griechenland-Abkommen und gute Euro-Konjunkturdaten für mehr Zuversicht.

Fed-Chefin Janet Yellen.

Fed-Chefin Janet Yellen versprach bei ihrem Auftritt im Präsentantenhaus am Dienstag und Mittwoch (24./25.02.) eine Zinswende in den USA konjunkturschonend zu vollziehen. (Foto: picture alliance / ZUMA Press)

In den vergangenen Tagen sind die Renditen der zehnjährigen Treasuries und der deutschen Pendants gesunken, obwohl die Nachrichtenlage eigentlich die entgegengesetzte Reaktion an den Anleihemärkten hätte auslösen müssen, meint Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank. Immerhin steht das Abkommen mit Griechenland nach einer Zitterpartie nunmehr doch vor einer Verlängerung und aus Deutschland und der Eurozone kamen unter dem Strich gute Konjunkturdaten. So zogen die Investitionen im vierten Quartal 2014 wesentlich stärker an, als man dies erwartet hatte. Der Ifo-Index vom Februar kletterte von einem relativ hohen Niveau noch etwas nach oben und in Frankreich stieg der PMI-Geschäftsklimaindex für den Dienstleistungssektor um vier Punkte auf 53. Möglicherweise haben sich die Marktteilnehmer aber auf den enttäuschenden PMI-Index für das Verarbeitende Gewerbe in Frankreich konzentriert. Offensichtlich war auch die Anhörung der Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Kongress verantwortlich für den Renditerückgang. Yellen hatte bei ihrer Ansprache relativ viel herumlaviert und keine eindeutigen Aussagen in Bezug auf das Timing eines Zinsanstiegs gemacht.