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05.02.2015

Die Aussicht auf steigende Renditen bleibt trübe. Angesichts der Finanzkrise in Griechenland gibt es kaum Perspektiven für steigende Zinsen bei den Bundesanleihen.

Nebel in einem Waldstück.

Weiterhin keine Schönwetter-Aussichten an den Rentenmärkten. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Rentenmarkt befindet sich nach wie vor im Krisenmodus. Die risikoscheuen Investoren halten die Staatsanleiherenditen auf niedrigen Niveaus. Die US-Treasuries trotzten zum Teil schwächeren US-Wirtschaftsdaten und hielten sich auf dem Stand der Vorwoche. Insbesondere das BIP des vierten Quartals konnte die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. In der Eurozone geht es dagegen mit der Wirtschaft immer noch im Schneckentempo voran. Überzeugen konnten vor allem die Auftragseingänge, die im Dezember überraschend kräftig zulegten. Große Sorgen bereitet allerdings die Inflationsrate, die im Januar weiter gesunken ist. Das dürfte die EZB auf ihrem Kurs bestärken, Staatsanleihen anzukaufen.

Indes hat das Euro-Sorgenkind Griechenland die gelb-rote Karte gezeigt bekommen. Weder die EZB noch die EU-Kommission ließen sich von den vollmundigen Forderungen des neuen griechischen Regierungschefs Tsipras nach einem Schuldenschnitt beeindrucken. Die Zeit drängt, denn den griechischen Banken steht das Wasser bis zum Hals und das Hilfspaket läuft in den nächsten Wochen aus. Griechenland wird die Märkte weiter beschäftigen. Insbesondere dürfte die Angst vor einer Destabilisierung des Bankensektors zunehmen. Deshalb sieht Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, bei den zehnjährigen Bundesanleihen vorerst keine Perspektiven für steigende Renditen.