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Shipping Quarterly
18.02.2015

Positive Tendenzen sind zwar in einigen Schifffahrtssegmenten erkennbar, aber einheitlich ist diese positive Entwicklung nicht. Überkapazitäten und niedrige Charterraten sind das Problem.

Containerschiff im Hafen

Gesunkene Bunkerölpreise bringen derzeit sonnige Zeiten für Linienredeereien. Allerdings kann sich durch hohen Wettbewerb der Kurs auch schnell ändern. (Foto: picture alliance / blickwinkel)

Die Schifffahrtsmärkte haben sich zuletzt sehr unterschiedlich entwickelt. Während die Frachtraten der Segmente Container und Tanker leichte Erholungstendenzen aufweisen, haben sich die Raten der Bulker deutlich verringert. Erfreulich ist für die gesamte Schifffahrt vor allem die Kostenentlastung durch stark gesunkene Preise für Bunkeröl. Vom niedrigen Bunkerpreis haben besonders große Linienreedereien wie Maersk profitiert. Allerdings besteht die Gefahr, dass die positiven Effekte durch den intensiven Wettbewerb wieder verlorengehen. Für die Tramp-Reeder ist das Niveau der Charterraten trotz der Verbesserungen der letzten Wochen immer noch unbefriedigend, insbesondere bei Schiffen mit einer Kapazität unterhalb von 4.000 TEU. Im Dry Bulk- und Tankersegment reichen die Zeitcharterraten hingegen überwiegend aus, um schwarze Zahlen zu schreiben. Viel Spielraum für Verbesserungen gibt es vorerst nicht. Im Gegenteil: Die Ratenniveaus dürften etwas zurückgehen. Das Problem sind die Überkapazitäten. Es wird sich angesichts gut gefüllter Orderbücher sogar noch verschärfen, vor allem aber dann, wenn die Reedereien die günstigen Bunkerpreise zur Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit der Schiffe nutzen sollten.