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Olympia 2024
17.02.2015

HSH Nordbank-Marktvorstand Matthias Wittenburg erläutert, weshalb Olympia seiner Meinung nach gut für Hamburg ist.

Matthias Wittenburg, Vorstand Corporates & Markets

Matthias Wittenburg, Vorstand Corporates & Markets

Wieso unterstützt die HSH Nordbank die Olympia-Bewerbung von Hamburg?
Matthias Wittenburg: Olympische Spiele sind ein Katalysator für die Entwicklung. Davon profitieren letztlich alle: die Stadt, die Region, die Bevölkerung, die Wirtschaft. Wir sind überzeugt, dass Hamburg durch Olympia einen weiteren Schub bekommt. Die Infrastruktur wird verbessert, die Bekanntheit gesteigert, es entstehen Arbeitsplätze. Zudem bin ich sicher, dass die traditionell weltoffenen Hamburger tolle Gastgeber sein würden – auch das ist ein Grund, Olympia in Hamburg auszurichten.  

Weshalb wirken Olympische Spiele als Katalysator?
Matthias Wittenburg: Olympiastädte setzen Verbesserungen der Infrastruktur erfahrungsgemäß fokussierter um, denn die Arbeiten müssen zu einem bestimmten Datum abgeschlossen sein. Es gibt Projekte – in Hamburg könnte das eine weitere Elbüberquerung sein – die so groß sind, dass sie ohne die Möglichkeiten, die ein Großereignis wie Olympia bietet, kaum in Angriff genommen werden. In London wurde ein schlecht genutztes Industriegebiet in den Olympischen Park verwandelt. Das ist heute ein großer Gewinn für die Stadt.

Was ist mit den vielen Sportstätten und anderen Bauten, die nach den Spielen nicht mehr genutzt werden?
Matthias Wittenburg: Genau das gilt es ja zu verhindern. In der Olympia-Bewerbung von Hamburg spielt der Gedanke der Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Es soll keine Anlagen geben, die danach nicht mehr verwendet werden. Statt anschließend leer stehende Hotels zu bauen, können wir riesige Übernachtungskapazitäten durch Kreuzfahrtschiffe darstellen. Das ist einmalig!

Sind die Kosten von Olympia für Hamburg überhaupt zu bewältigen?
Matthias Wittenburg: Ja. Die reinen Kosten für die Spiele werden weitgehend durch Sponsoren und Eintrittsgelder erwirtschaftet. Und das, was in die Stadtentwicklung fließt, sind Investitionen in die Zukunft einer Stadt, die dadurch bessere Entwicklungsmöglichkeiten hat.  

Zuletzt kamen nur Megacities wie London, Rio und Tokio zum Zug. Hat Hamburg überhaupt eine Chance?
Matthias Wittenburg: Das Olympische Komitee hat einen Reformprozess eingeleitet. Es will weg von immer neuen Superlativen. Dafür ist das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig geworden. Im Fokus stehen daher zukünftig neue Ideen. Eine Stadt wie Hamburg würde perfekt in dieses Konzept passen.