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Wochenbarometer
13.02.2015

In den Verhandlungen mit Griechenland geht es nicht voran. Zudem führt die US-Konjunktur zur Abkopplung der Renditen von Treasuries und Bunds.

"Cut Debt, not Life"-Sticker vor dem griechischen Parlament.

Die Bürger Athens protestierten am 11. Februar 2015 vor dem griechischen Parlament gegen die von der EU geplanten Sparmaßnahmen. (Fotot: picture alliance / ZUMA Press)

Die Konjunktur in den USA nimmt weiter an Fahrt auf. Die Arbeitsmarktdaten vom Januar belegen das eindrucksvoll. Nach Wochen des Gleichklangs haben sich die Renditen von Bundesanleihen und Treasuries angesichts dieser Zahlen in der vergangenen Woche auseinander bewegt. Die zehnjährigen Treasuries sind spürbar in die Höhe gesprungen. Dagegen bewegen sich die zehnjährigen Bundesanleihen weitgehend seitwärts. Auf den Renditen in der Eurozone lasten nach Ansicht von Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, das Staatsanleiheankaufprogramm der EZB, die Ukraine-Krise und das Finanzproblem von Griechenland.

Bei den Verhandlungen mit Griechenland ist noch kein Durchbruch erzielt worden. Das Land beharrt weiterhin darauf, eine Fortführung des Hilfsprogrammes, das an Spar- und Reformmaßnahmen geknüpft ist, abzulehnen. Was genau die Forderungen bzw. Ziele der Griechen sind, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt nebulös und allenfalls Stückwerk. Die Zeit drängt, eine Lösung für Griechenland zu finden, denn das Land befindet sich in einem Teufelskreis. Wenn keine Lösung gefunden wird, so Boie, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Grexit.