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12.12.2014

Sorgen um Griechenland und China treiben die Anleger in sichere Häfen. Renditen haben vorerst kaum Anstiegspotenzial.

Antonis Samaras stehen die Sorgenfalten auf der Stirn. Der griechische Ministerpräsident steht zur Zeit deutlich unter Druck. (Foto: picture alliance / dpa)

In den vergangenen Tagen waren an den internationalen Rentenmärkten die sicheren Häfen gefragt. Ursache für die zunehmende Risikoscheu waren Sorgen um Griechenland und China. So fielen die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen zwischenzeitlich auf ein Rekordtief von 0,67%. Die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries fielen ebenfalls. Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, geht davon aus, dass die Vorsicht der Anleger über den Jahreswechsel anhält und diesseits und jenseits des Atlantiks wenig Spielraum für steigende Renditen besteht.

In China scheint die Konjunktur mehr als erwartet an Schwung zu verlieren. Zudem sorgten jüngsten staatlichen geldpolitischen Maßnahmen für starke Ausschläge am chinesischen Aktienmarkt. Auf die europäische Bühne ist Griechenland zurückgekehrt. Es nimmt die Befürchtung zu, dass es bald zu Neuwahlen und einem Machtwechsel kommen wird. Sollten dann die sich als Reformgegner positionierenden Linken an die Macht kommen, drohen ein Ende der notwendigen strukturellen Anpassungen und damit ein erneuter Schuldenschnitt. Einen zusätzlichen Dämpfer lieferte die Ratingagentur Standard & Poor’s, die die Bonitätsnote von Italien mit Verweis auf die hohe Staatsverschuldung sowie die schwache Konjunktur gesenkt hat. Zudem fehlen konsequente Schritte, um die Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Unternehmen zu verbessern.

Die Amerikaner brauchen sich darum keine Sorgen machen. Der Arbeitsmarkt brummt und zudem kommen gute Nachrichten aus der Politik. Demokraten und Republikaner haben sich beim Thema Haushalt geeinigt, so dass die Verabschiedung noch vor den Feiertagen reine Formsache sein sollte.