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24.11.2014

In den USA beginnt die wichtigste Jahreszeit für den Einzelhandel. Im Vorfeld sind die Erwartungen sehr hoch – und die Treasury-Renditen überraschend niedrig.

Macy's Herald Square flagship store in New York: Der sogenannte Black Friday läutet in den USA am vierten Freitag im November traditionell die Weihnachtshoppingsaison ein. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Die Renditen von Treasuries und Bundesanleihen scheinen wie festgefroren auf ihren derzeitigen Niveaus zu sein. Einzig die Bund-Renditen am kurzen Ende (Laufzeit zwei Jahre) haben sich von unten wieder der Nulllinie angenähert.

Für die Bunds ist dies absolut nachvollziehbar. Trotz der besser als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsleistung im dritten Quartal sieht Sintje Boie, Analystin der HSH Nordbank, weiterhin Risiken, dass es nicht nur eine Wachstumsdelle in der Eurozone zum Jahreswechsel 2014/2015 gibt, sondern möglicherweise eine längere konjunkturelle Durststrecke droht. Dies macht, so Boie, den Beschluss von Staatsanleiheankäufen durch die EZB zum Jahresbeginn 2015 wahrscheinlich, was zusammen das Zinsniveau gedrückt hält.

Weniger einleuchtend ist nach Ansicht von Boie der Renditestillstand bei den Treasuries. Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal relativ stark gewachsen und die aktuellen Datenveröffentlichungen weisen auf einen soliden Aufschwung hin. Nichtsdestotrotz bewegen sich die Treasury-Renditen nicht nach oben. In den USA ist am 27. November Thanksgiving – mit dem Black Friday beginnt die wichtigste Jahreszeit für den US-Einzelhandel. Im Zeitraum zwischen Thanksgiving und Weihnachten erzielt dieser bis zu 40 Prozent seines Umsatzes. Es wird also spannend, ob die recht hohen Erwartungen erfüllt werden können.