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07.11.2014

Die Europäische Zentralbank plant ihre Geldpolitik ohne neue Maßnahmen, aber gibt Signale, dass neue Instrumente bereit stehen. Die US-Wahlen sorgen zwar für Diskussion, doch nicht für Marktbewegungen. Die US-Arbeitsmarktdaten stehen im Fokus.

EZB Frankfurt

Hell erleuchtet: der Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. (Foto: picture alliance / dpa)

Trotz der guten Wirtschaftsdaten aus den USA, die sich unter anderem in einem überraschenden Anstieg des ISM-Geschäftsklimaindizes für das Verarbeitende Gewerbe zeigten, bewegten sich die Renditen der US-Staatsanleihen nur geringfügig nach oben, während die Bund-Renditen nach unten tendierten. Zumal das Ifo-Institut seine Wachstumsprognose für Deutschland erneut gesenkt hat. Die jüngste Sitzung der Europäischen Zentralbank hat nach Ansicht von Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, an der Renditeentwicklung nichts geändert, sondern im Gegenteil den Hoffnungen einiger Investoren auf neue expansive Maßnahmen durchaus Hoffnung gegeben. 

Viel Diskussion aber nur geringe Marktbewegung hat der überraschend deutliche Sieg der Republikaner bei den Kongresswahlen in den USA ausgelöst. Insgesamt erwartet de la Rubia eine moderate Aufwärtsbewegung für die US-Renditen, die von den Bunds aber nicht nachgezeichnet werden dürfte.