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17.10.2014

An den Märkten geht die Panik um. Den Volkswirten der HSH Nordbank zufolge flüchten Investoren im großen Stil aus risikoreicheren Anlagen wie Aktien in die sicheren Häfen Treasuries und Bundesanleihen.

Stürmische See vor Rügens Küste: Die Volatilität an den Aktienmärkten nimmt zu. (Foto: picture alliance / blickwinkel/R. Bala)

Die Panik der Marktteilnehmer hat die Aktienmärkte weltweit einbrechen lassen und die Renditen innerhalb kürzester Zeit abschmelzen lassen. 10jährige T-Notes sind von 2,40 Prozent bis auf ein zwischenzeitliches Tief von 1,86 Prozent gefallen, Bundesanleihen gleicher Laufzeit haben neue Tiefststände bei rund 0,72 Prozent erreicht. Die Heftigkeit dieser Bewegungen verwundert.

Wodurch wurde sie ausgelöst? Die Antwort lautet: Massive Konjunkturängste gehen um. Die Anleger befürchten zunehmend, dass die Weltkonjunktur ins Stocken gerät. Senior-Analystin Sintje Boie von der HSH Nordbank ist der Meinung, dass diese Ängste übertrieben sind. Sie verweist zum Beispiel auf die guten ISM-Stimmungsindizes in den USA und auf den wichtigen Wachstumsmarkt China hin, wo vieles auf ein weiterhin dynamisches Wachstum von rund sieben Prozent hindeutet.

Der Chefvolkswirt der HSH Nordbank, Cyrus de la Rubia, weist im Wochenkommentar darauf hin, dass die Turbulenzen an den Aktienmärkten, die unter anderem von den schwachen US Einzelhandelsumsätzen ausgelöst worden sind, Spekulationen über ein Fortlaufen des Quantitive Easing Programms der Fed angeheizt und damit den US-Dollar unter Druck gesetzt haben.