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23.10.2014

Gute Konjunkturdaten stoppen den Rückgang der Renditen von amerikanischen und deutschen Staatsanleihen. Der Erholungstrend ist aber noch nicht stabil.

Sonnenuntergang an der Küste

Ein Lichtblick für die Marktteilnehmer war die überraschende Zunahme des Einkaufsmanagerindex für die Eurozone. (Foto: picture alliance / blickwinkel/F. Herrmann)

Bei den Investoren an den Finanzmärkten keimt wieder etwas Hoffnung auf. Die Erosion der Renditen der zehnjährigen US-Treasuries und Bundesanleihen ist vorerst zum Stillstand gekommen. Die Renditen erholten sich und rangieren aktuell bei 2,22 beziehungsweise  0,85 Prozent. Dennoch ist dieser Trend nach Ansicht von Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, noch nicht stabil, denn das derzeitige Umfeld mit den geopolitischen Krisenherden und der schleppenden Konjunkturentwicklung in der Eurozone lässt sich kaum schönreden.

Ein Lichtblick waren die Einkaufsmanagerindizes (Purchasing Managers Index, kurz PMI). Der Gesamtindex für die Eurozone legte überraschend zu. Enttäuschend waren einmal mehr die Daten aus Frankreich. Aus deutscher Sicht ist dagegen der unerwartete Anstieg des PMI für das verarbeitende Gewerbe ein erstes Indiz, dass die konjunkturelle Delle der letzten Monate überwunden werden könnte.

In den Vereinigten Staaten drehen sich die Spekulationen ebenfalls um die Geldpolitik. Besorgte Notenbanker brachten ihre Befürchtung zum Ausdruck, dass die schwache globale Konjunktur auch die US-Wirtschaft beeinträchtigen wird. Gäde erwartet trotzdem, dass die Fed ihren Kurs beibehalten und nächsten Mittwoch beschließen wird, die Anleihe-Ankäufe einzustellen.

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