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02.10.2014

Deflationsängste drücken auf die Renditen der Staatsanleihen in der Eurozone. Zudem drängen die geopolitischen Krisen die Investoren in sichere Häfen.

Ausverkauf: Die niedrige Teuerungsrate in der Eurozone lässt die Nachfrage nach Bundesanleihen steigen. (Foto: picture alliance / ROPI)

Deflationsängste in der Eurozone drücken die Renditen der Staatsanleihen in der Eurozone. Im aktuellen Umfeld ist die Nachfrage nach zehnjährigen Bundesanleihen unvermindert hoch. Die Zinsen der Treasuries sind ebenfalls leicht zurückgegangen. Die Gründe dafür liegen nicht zuletzt bei den jüngsten Konjunkturdaten, die sehr gemischt ausgefallen sind. Zudem belasten die geopolitischen Ereignisse auf die Stimmung und drängen die Investoren in sichere Häfen wie US-Staatsanleihen und Bundesanleihen. Den Spielraum für steigende Renditen schätzt, Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, bei dieser Gemengelage als gering ein.

Die jüngsten Inflationsdaten der Eurozone haben den Befürwortern einer Ausweitung der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) neue Argumente in die Hand gespielt. Dabei erreichte die Teuerungsrate ein neues Fünf-Jahres-Tief. Deshalb werden die Rufe nach einem umfassenden Staatsanleihen-Ankaufprogramm der EZB immer lauter. Indes haben die jüngsten Daten die Schwäche der Konjunktur weiter offengelegt. So ergab sich bei den endgültigen Werten der Einkaufmanager-Indizes für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone noch eine leichte Verschlechterung gegenüber der Schnellschätzung. Besonders hervorzuheben ist der Wert für Deutschland, der knapp unter die Expansionsschwelle rutschte.