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05.09.2014

EZB-Chef Mario Draghi überraschte die Märkte mit einer erneuten Leitzinssenkung und einem QE-Programm light. Zudem schürte er die Erwartungen auf ein noch umfangreicheres Programm.

EZB-Chef Mario Draghi überraschte die Märkte mit einer erneuten Leitzinssenkung und einem QE-Programm light. Zudem schürte er die Erwartungen auf ein noch umfangreicheres Programm.

Unerwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen ein weiteres Mal gesenkt – auf das Rekordtief von 0,05 Prozent. Darüber hinaus kündigte EZB-Präsident Mario Draghi ein QE-Programm light an. Begründet wurden die Maßnahmen mit den gesunkenen Inflationserwartungen, der schleppenden Kreditvergabe und der sich verlangsamenden Konjunktur in der Eurozone. Dagegen sehen die Investoren die USA auf einem guten Wachstumspfad und setzen auf eine vorzeitige Leitzinserhöhung der Fed. So zog die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries wieder etwas an. Indessen loteten die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen schon vor der EZB-Sitzung mit 0,88 Prozent einen neuen Tiefststand aus. Sie hielten sich allerdings auch nach dem EZB-Entscheid über der Marke von 0,90 Prozent. Dies ist aber wohl eher der gestiegenen Hoffnung einer friedlichen Beilegung des Konflikts in der Ukraine geschuldet als einem baldigen Aufblühen der Konjunktur in der Eurozone. Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, geht davon aus, dass die Bundrenditen bei einer Beruhigung der Lage in der Ukraine über ein leichtes Aufwärtspotenzial verfügen.