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Wochenbarometer
12.09.2014

Die Angst vor der Unabhängigkeit Schottlands brachte das britische Pfund stark unter Druck. Bis zum Tag der Abstimmung, werden die Spekulationen über den Ausgang den Kurs der Währung in Bewegung halten.

In Schottlands Hauptstadt Edinburgh wird kommende Woche über die Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien entschieden. (Foto: picture alliance / AA)

Das Währungspaar Euro-Pfund stieg angesichts der ungeklärten Unabhängigkeitsfrage der Schotten auf ein neues Dreimonatshoch. Der Kurs wurde in der vergangenen Woche hauptsächlich durch die Angst vor der Sezession getrieben. Je nach aktuell vorliegender Studie und der damit verbundenen Stimmungseinschätzung bewegte sich das Währungspaar sprunghaft auf und ab. Die eingehenden Wirtschaftsdaten traten dabei in den Hintergrund. Sollten sich die Schotten am kommenden Donnerstag für die Unabhängigkeit entscheiden, rechnet Stefan Gäde, Analyst der HSH Nordbank, damit, dass der Euro gegenüber dem Pfund weiteren Boden gutmachen wird.

An den Finanzmärkten hat das umfassende Maßnahmenpaket der Europäischen Zentralbank (EZB) die Spekulationen über ein baldiges QE-Programm kräftig angeheizt. Spürbar ist dies insbesondere beim Euro, der gegenüber dem US-Dollar kräftig abgewertet hat. Entgegen der unmittelbaren Intuition sind allerdings die Renditen der Bundesanleihen gestiegen. Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der HSH Nordbank, rechnet nunmehr ab Anfang 2015 mit Staatsanleiheankäufen durch die Notenbank.

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